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Dorfen:Preiswürdiges Engagement

Stadt Dorfen vergibt Kultur-, Sozial und Umweltpreis

Die Stadt Dorfen hat die Gewinner der Kultur-, Sozial- und Umweltpreise 2020, die alle zwei Jahre vergeben werden, bekannt gegeben. Der Kulturpreis geht an Georg Schmederer, der Sozialpreis an Doris Minet und der Umweltpreis an die Wildlandstiftung und Familie Nagl.

Georg Schmederer wird für sein zehnjähriges Engagement für s'Kino im Jakobmayer, das zu einem wichtigen Baustein im kulturellen Leben in Dorfen geworden sei, ausgezeichnet. Die Mitwirkung bei der Konzeption, die Organisation und Logistik, die Filmauswahl, mit der er den Geschmack des Publikums treffe, die Förderung von lokalen Filmemachern und auch sein Einsatz in Corona-Zeiten mit den freundlichen Teddybären als Sitznachbarn seien hervorzuhebende Gründe.

Doris Minet wird für ihr jahrelanges, außerordentliches Engagement im Bereich Seniorenarbeit geehrt. Unzählige Angebote und Projekte wie zum Beispiel die Etablierung der Hospizsprechstunde, die Errichtung eines Pflegeberatungsbüros, "Jung trifft Alt", "Kino, Kaffee, Kuchen mit dem Kino", der Dorfener Seniorenratgeber, barrierefreies Dorfen in Zusammenarbeit mit dem P-Seminar des Gymnasiums, sowie Seniorentanz, Strickstunde oder Vorträge zu Themen wie Wohnberatung und Palliativangebot von Polizei und Krankenkassen seien ihr zu verdanken. Zudem war und ist Doris Minet in zahlreichen Vereinen und politischen Gremien aktives Mitglied. 1979 war sie zum Beispiel Gründungsmitglied der Tauschzentrale.

Die Wildlandstiftung und die Familie Nagl erhalten den Preis für die Umsetzung von Naturschutzprojekten im Isental. "Natur. Vielfalt. Isental" sei ein Projekt, das im Bereich der Stadt Dorfen wertvolle Arbeit mit dem Ziel leiste, naturschutzfachlich wertvolle Lebensräume zu erhalten, zu schützen und wiederherzustellen und biotopverbessernde Maßnahmen durchzuführen. Im Bereich der ehemaligen Niedermoorstandorte im Thalhamer Moos und Dorfener Moos sowie in den angrenzenden Flächen seien zum Beispiel Feuchtbiotope geschaffen, Flachmulden für Wiesenbrüter wie Kiebitz, Bekassine und Uferschnepfe entstanden. Durch artenreiche Ansaaten würden verstärkt seltene Pflanzen wie die Prachtnelke oder der Große Wiesenknopf eingebürgert. Darüber hinaus gehört die Umweltbildung von Erwachsenen und Kindern zu den Aufgaben der Wildlandstiftung. Die Familie Nagl wertete aufgrund des Artensterbens zwei ihrer Grundstücke ökologisch im Sinne des Artenschutzes auf. In Zusammenarbeit mit der Wildlandstiftung seien vertiefte Seigen für Wiesenbrüter angelegt worden. Darüber hinaus habe die Familie einen Teil der Fläche für Retentionsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. In den bis ein Meter vertieften Mulden, die auch in geringem Maße dem Hochwasserschutz dienen, sollen auch Auwaldbäume gepflanzt werden.

© SZ vom 13.11.2020 / wil
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