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Dorfen:Kritik an Asylunterkünften

Flüchtlingshilfe: "Jetzt: Wohnraum für Geflüchtete schaffen!"

Die Flüchtlingshilfe Dorfen ruft dazu auf, "Wohnraum für Geflüchtete zu schaffen". Die Corona-Krise mache deutlich, wie unzulänglich die Wohnbedingungen für viele Flüchtlinge sind. In den Unterkünften "sitzen sie zu viert oder mehr in einem kleinen Zimmer, teilen sich Toiletten zusammen mit 3o und mehr Personen, kochen in Gemeinschaftsküchen und nehmen ihr Essen dort ein, wo alles andere auch passiert: Hausaufgaben machen, spielen, still halten und so weiter, und das alles meist auf dem Bett oder auf dem Fußboden, weil im Zimmer kein Platz ist", schreibt Franz Leutner, einer der Sprecher des Dorfener Vereins. Und er stellt die Frage: "Was ist, wenn die ersten Corona-Fälle in unseren Unterkünften auftreten?" Im Interesse einer wirkungsvollen Seuchenbekämpfung sollten die Menschen schnell in leer stehenden Hotelzimmer und Pensionen einquartiert werden. Zudem brauche es Wohnungen für Flüchtlinge, die anerkannt sind oder nicht abgeschoben werden dürfen. Wenn diese eine Wohnung fänden, könnten die Asylunterkünfte mit deutlich weniger Menschen belegt werden. Leutner fordert Wohnungseigentümer auf, "vorurteilsfrei an geflüchtete Mitmenschen zu vermieten" - die Flüchtlingshilfe werde dabei gerne vermitteln.

© SZ vom 09.04.2020 / flo

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