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Dorfen:Interims-Kita am Freibad

Schwierige Standortsuche scheint nun endgültig gelöst

Es war nicht leicht, aber nun hat der Bauausschuss Dorfen finale Standortortentscheidung für eine dringend benötigte provisorische Kita getroffen. Die neue Krippe in Modulbauweise kommt auf den Kiesparkplatz gegenüber vom Freibad, wo aktuell noch ein Imbisswagen und mehrere Recycling-Container stehen.

Die erste Idee, die Kita auf der Pausenwiese der Grundschule am Mühlanger zu platzieren, war nach Elternprotesten zurückgenommen worden. Zuletzt waren drei weitere mögliche Standorte ausgesucht worden, die nun ebenfalls alles verworfen wurden. Die von Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) und Bauamtsleiter Franz Wandinger favorisierte Idee, die Kita-Container auf einen Parkplatz direkt neben den Bahngleisen zu stellen, wurde aus Lärmschutzgründen aussortiert. Ein grünes Grundstück am Haydn-Weg erwies sich auf den zweiten Blick als zu klein. Und der Platz an der schmalen Straße Am Flutkanal gleich neben dem Isenauenpark Ost wurde als unbrauchbar eingestuft, weil es absehbar Probleme mit dem Bring- und Holverkehr geben werde. Das Angebot von Immobilienunternehmer Robert Decker, die Krippe in Räumen eines neuen Bürogebäudes auf dem Gelände der stillgelegten Dachziegelfabrik Meindl unterzubringen, hatte der Bauausschuss abgelehnt, weil der kleine Bahnübergang auf das Areal im kommenden Jahr geschlossen wird. Der Weg für Fußgänger und Radfahrer auf das Gelände wird dann beschwerlicher. Dass ein Montessori-Verein auf Deckers Angebot eingeht und genau dort, wo es der Bauausschuss für die kommunale Kita abgelehnt hat, einen Montessori-Kindergarten eröffnen will, wurde nicht problematisiert. Der Bauausschuss gab grünes Licht für die privaten Kita, indem eine Bebauungsplanänderung auf den Weg gebracht wurde, die in dem Gewerbegebiet auch soziale Einrichtungen zulassen wird.

Der staubige Volksfestparkplatz war zwar als Standort zunächst nicht gut angekommen. Doch so ganz miserabel scheint die nun getroffenen Wahl nicht zu sein. Die Lage ist auf alle Fälle sehr zentral, zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto gleichermaßen gut zu erreichen. In der gewählten Ecke lässt sich womöglich ein ganz nettes Kita-Areal herrichten. Die Wertstoffcontainer ein Stückchen weiter weg zu verlegen, dürfte kein Problem sein. Auch für den fahrbaren Imbisswagen wird sich ein neuer Standort finden. Der Bau der provisorischen Kita war unerwartet notwendig geworden, als im Februar viel mehr Eltern ihre Kleinkinder für eine Betreuung in einer Krippe anmeldeten, als erwartet. Die provisorische Kita soll Platz für zwei Gruppen haben und etwa fünf Jahre genutzt werden.

© SZ vom 12.06.2021 / flo
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