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Dorfen:Hemadlenzen treiben Winter aus

Etwa 2500 Teilnehmer beim traditionellen Unsinnigen Donnerstag in Dorfen. Die Veranstaltung verläuft gesittet, die Polizei begleitet nur ein paar Betrunkene nach Hause

Die Dorfener Hemadlenzen haben ihren Nationalfeiertag, den "Unsinnigen Donnerstag" wieder zünftig gefeiert. Ausgehend vom Sammelpunkt in der Erdinger Straße zogen die Lenzen um 10 Uhr, angeführt von der Stadtkapelle, zum Unteren Markt, um am Unteren Tor das Prinzenpaar abzuholen. Dann ging es weiter zum neuen Dorfener Rathaus, wo Bürgermeister Heinz Grundner zu den Lenzen hinunterklettern durfte. Danach nahm der Umzug noch einmal Anlauf in der Haager Straße, um schließlich am Marienplatz zur traditionellen Verbrennung der Hemadlenzen-Strohpuppe an einem Galgen zu schreiten. Die brennende Puppe wird von den Lenzen bejubelt, denn auf diese Weise wird symbolisch der Winter ausgetrieben. Danach löst sich der Zug offiziell auf und viele Lenzen feiern aber noch bis in die Abendstunden weiter. Am Nachmittag zog Harald Kratzel, Leiter der Polizeiinspektion Dorfen, eine positive Bilanz: Es habe keinerlei Ärger gegeben, "bis dato ist es friedlich". Es habe lediglich ein paar Betrunkene gegeben, denen die Polizei heimgeholfen habe.

© SZ vom 21.02.2020 / tdr
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