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CSU Erding:100 Prozent für Gotz

Seehofer in Erding

Mit Rückenwind geht Max Gotz in den Kommunalwahlkampf. Der Erdinger Ortsverband votierte mit 100 Prozent für seine erneute Kandidatur.

(Foto: Stephan Goerlich)

Erdinger Ortsverband votiert geschlossen für erneute Kandidatur als OB

Mit voller Rückendeckung hat die Erdinger CSU OB Max Gotz am Donnerstag im Gasthaus Lindenwirt erneut zum OB-Kandidaten nominiert. Alle 76 stimmberechtigten Mitglieder votierten für den amtierenden Oberbürgermeister, der seit fast zwölf Jahren im Amt ist. Damit erhielt Gotz das von ihm geforderte Signal für eine Aufbruchstimmung zum Auftakt des Wahlkampfes. "Jetzt werd o'packt, das tolle Ergebnis gibt uns einen Super-Schub für den Wahlkampf", sagte ein sichtlich erleichterter Gotz. Dieses Votum gehe ihm nahe, sagte er.

Diese ungeteilte Zustimmung sei auch ein "klares Signal in die Bürgerschaft", sagte Gotz. Er gehe gestärkt in den Wahlkampf, auch Bayerstorfer werde in der nächsten Woche "mit überzeugendem Votum" zum Landratskandidaten der CSU bestimmt. Beide pflegen laut Gotz eine "in Oberbayern einzigartige freundschaftliche Zusammenarbeit". Mit Leidenschaft wolle er sich nun der Aufstellung einer CSU-Stadtratsliste widmen. Gotz sagte, er sei begeistert, wie sich die Stadt und der CSU-Ortsverband positiv entwickelt hätten. Die finanzielle Lage der Stadt sei gut, Rücklagen seien vorhanden und die Stabilität gewährleistet.

In einer sich verändernden Bürgerkultur wolle er mit "Kompetenz, Verlässlichkeit und Bürgernähe" weiter Projekte in die Tat umsetzen, statt sie nur anzukündigen. "Die Menschen wollen, dass was getan wird." Der Erdinger Stadtrat habe viele Vorhaben auf den Weg gebracht, etwa die Umgestaltung des Stadtparks. "Wir werden weiter mutig voran schreiten", kündigte der OB an.

Er wolle Erding auch überregional gut positionieren und "in einem Netzwerk arbeiten", um unter 2056 bayerischen Kommunen wahrgenommen zu werden. Die Realisierung des S-Bahn-Ringschlusses müsse vorankommen und das Eisenbahnbundesamt tätig werden. Die von der Landtagsopposition geforderte und von der Staatsregierung geplante Regulierung des Flächenverbrauchs dürfe zu keiner "Investitionssperre" führen. Gotz sagte, er werde weiter für den Bau der Nordumfahrung kämpfen, die zur Entlastung Erdinger Siedlungen nötig sei und für die er mit Bayerstorfer seit 2008 eintrete.

Darüber hinaus freute sich Gotz über die für den "bürgerlichen Kitt" wichtige Arbeit von Ehrenamtlichen in den mehr als 400 Erdinger Vereinen. Sportstätten wurden modernisiert und ausgebaut, das Eisstadion wird saniert. Auch Kultur und Umweltschutz spielen ihm zufolge in Erding eine große Rolle. Bei Kinderbetreuung und Schulen habe die Stadt viel gemacht. Weil die Stadt wächst, sei die Verwaltung modernisiert worden.

Ulrike Scharf bezeichnete die Kandidatur von Gotz als "alternativlos". Er habe als "gut vernetzter Bürgermeister viele Dinge angestoßen". Gotz stehe für "Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Klarheit" und ein gutes Zusammenspiel mit der Landespolitik. Bayerstorfer erinnerte an die große Bedeutung Erdings für den Landkreis: Erding und Oberding steuern über die Kreisumlage fast die Hälfte zum Etat des gesamten Landkreises bei, sagte der Landrat.