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Covid-19:Kapazität fast ausgeschöpft

Isolier-Intensivstation jetzt mit zehn Coronapatienten belegt

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis steigt weiter an. Nach Angaben von Daniela Fritzen, Pressesprecherin am Landratsamt Erding, sind am Mittwoch 350 Menschen positiv auf den Coronavirus getestet worden. Am Dienstag lag die Zahl bei 327. Im Klinikum Landkreis Erding liegen derzeit 25 Covid-19-Patienten. 15 werden auf der Isolierstation behandelt, zehn auf der Intensiv-Isolierstation, acht davon werden beatmet, drei davon nicht aus dem Landkreis Erding. Dr. Lorenz Bott-Flügel, der Ärztliche Direktor des Klinikums Erding, sagte beim Pressetermin im Hilfskrankenhaus (siehe rechts) am Fliegerhorst: "Die Isolier-Intensivstation ist eigentlich voll." Sie habe zehn Betten, mit zehn Beatmungsgeräten. Zusätzlich könnten noch acht Geräte aus den OP-Sälen aktiviert werden. Bott-Flügel weiter: Es seien in den vergangenen Tagen drei oder vier schwerkranke Covid-19-Patienten wegen akuter Verschlechterung ihres Zustands aus Erding in andere Krankenhäuser, vor allem nach München, verlegt worden.

Die Hilfsbereitschaft im Landkreis ist nach wie vor ungebrochen, wie Daniela Fritzen mitteilt: Neben den Spenden beispielsweise für Mitarbeiter des Klinikums sowie zahlreichen Unterstützern in Vereinen, Nachbarschaftshilfen oder Facebookgruppen hätten sich auch viele Freiwillige gemeldet, um Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken zu nähen. Diese seien zwar keine medizinischen Masken, könnten aber trotzdem vor allem dabei helfen, andere zu schützen, wenn man selbst infiziert sei, ohne es zu wissen. Hierfür habe die Führungsgruppe Katastrophenschutz Erding (FüGK) bereits speziellen Baumwollstoff und weiteres Material im Wert von 600 Euro gekauft, das den Freiwilligen zur Verfügung gestellt wird. Auch die Firma Himolla in Taufkirchen beteilige sich an dieser Aktion: Zum Selbstkostenpreis werden 1000 Kittel und 1000 Masken genäht, wie die Pressesprecherin mitteilt.

© SZ vom 02.04.2020 / wil/flo

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