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Covid-19 in Erding:Landrat setzt Maskenpflicht aus

Geringe Fallzahlen rechtfertigten Maßnahme an Grundschulen nicht

Landrat Martin Bayerstorfer hat per Allgemeinverfügung die Regelung zum verpflichtenden Tragen der Maske am Platz für die Grundschulen im Landkreis Erding mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Mit Überschreiten des Grenzwertes von 50 auf der Bayerischen Corona-Ampel bezogen auf die Sieben-Tage-Inzidenz wurde das Tragen von Masken im Unterricht auch für Grundschüler verpflichtend. Weiterhin gilt aber die Maskenpflicht für das Schulgelände.

"Bisher ist insbesondere an den Grundschulen im Landkreis Erding kaum Ansteckungsgeschehen zu verzeichnen gewesen. In der derzeitigen Situation halte ich diese einschneidende Maßnahme mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler für nicht angezeigt, teil Landrat Bayerstorfer mit. Im Rahmen der Beratung innerhalb der Koordinierungsgruppe am Sonntag habe sich gezeigt, dass mit Blick auf die äußerst geringen Fallzahlen an Grundschulen und der dennoch gut beherrschbaren Kontaktpersonennachverfolgung in dieser Fallgruppe aus infektionsschutzrechtlicher Sicht ein Absehen von der Maskenpflicht, wie auch in Kindertagesstätten, vertretbar sei. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum Beginn der Herbstferien am kommenden Freitag. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens werde in den kommenden Wochen gerade in Bezug auf die Schüler genau beobachtet, so dass gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen werden könnten. Oberstes Ziel sei weiterhin, Klassenteilungen zu vermeiden und den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten.

Der Landkreis steht seit dem Samstag offiziell auf Stufe rot auf der Bayerischen Corona-Ampel. Deshalb gilt eine Sperrstunde für gastronomische Betriebe von 22 Uhr an. Außer zwei Hausstände dürfen sich noch maximal fünf Personen gemeinsam im öffentlichen und in privat genutzten Räumen und Grundstücken zusammenkommen. Dies gilt auch für private Feiern. Abgesehen wird derzeit von der Einführung der Maskenpflicht auf stark frequentierten Plätzen. "Wir sehen, dass sich ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger vorbildlich an die AHA-Regeln hält", schreibt Bayerstorfer. Solange dies so bleibe, seien auch an den belebteren Orten im Landkreis keine entsprechenden Regulierungen erforderlich.

© SZ vom 26.10.2020 / wil
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