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Corona:Knapp unter der Hotspot-Marke

Der Landkreis Erding schrammt ein weiteres Mal knapp an einer Sieben-Tage-Inzidenz von 300 vorbei, am Mittwoch lag sie laut Informationen des Landratsamtes bei 294,9 und damit unwesentlich höher als am Dienstag (292,8). Steigt dieser Wert über 300, gälte der Landkreis als Hotspot. Das hätte zur Folge, dass das Landratsamt gemäß der bayerischen Infektionsschutzverordnung das öffentliche Leben mit strengeren Maßnahmen weiter herunterfahren müsste. Denkbar wären Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hat auf 22 zugenommen. Laut Landratsamt starben von Dienstag auf Mittwoch drei Menschen. Seit Beginn der zweiten Welle sind demnach elf Menschen im Landkreis an Corona gestorben, so viele wie zuvor im ersten Halbjahr.

Schwerpunkt der Neuinfektionen war wieder die Kreisstadt Erding mit 23 Neuinfektionen, in Dorfen traten zehn auf, in Bockhorn acht und in Taufkirchen sechs. Die weiteren Neuinfektionen verteilten sich auf Wartenberg und Steinkirchen mit je drei Fällen, je zwei Fällen in Finsing, Moosinning, Neuching, Oberding, Sankt Wolfgang und je einem Fall in Buch, Forstern, Fraunberg, Hohenpolding, Kirchberg, Langenpreising und Wörth. 554 Menschen gelten im Moment als mit dem Coronavirus infiziert. Das sind weniger als am Tag zuvor, denn die Zahl der Genesenen hat sich um 88 auf 2100 erhöht. Im Klinikum wurden am Mittwoch 27 Patienten behandelt, fünf davon auf der Intensivstation, von ihnen werden drei beatmet. Weitere Quarantänen wurden an der Berufsschule, am Kinderhaus Pauli Bekehrung in Taufkirchen und am Korbinian-Aigner-Gymnasium angeordnet.

© SZ vom 03.12.2020 / ts
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