Am Schrannenplatz erklingt weihnachtliche Musik, es duftet nach Lebkuchen und gebrannten Mandeln und mittendrin steht ein festlich geschmückter Christbaum. Es ist also wieder so weit: Am Freitag hat das stadteigene Christkind Hannah Pretzl den Erdinger Christkindlmarkt eröffnet. Noch bis 22. Dezember können sich große und kleine Besucher und Besucherinnen rund um den Schrannenplatz und den Kleinen Platz auf Weihnachten einstimmen lassen.
18 Stände bieten Kulinarisches aus nah und fern sowie ausgefallene Geschenkideen an. Auch die Marke „echt erding“ ist mit zwei Verkaufshütten vertreten. Dort gibt es Handwerkskunst, originelle Eigenkreationen und Köstlichkeiten aus dem Landkreis Erding zu kaufen. Auch der Christbaum, eine 14 Meter hohe Nordmanntanne, stammt wie immer aus der Region.
Der Erdinger Christkindlmarkt ist bis 22. Dezember täglich von 11 bis 21.30 Uhr geöffnet. Chöre und Ensembles aus dem Landkreis geben Gastspiele, im Frauenkircherl stellen Künstler aus. Auch für die Kinder hat der Christkindlmarkt seine besonderen Reize – sei es durch das Christkindl-Postamt, Puppentheater-Aufführungen, Clowntheater oder die Vorlesestunden mit dem Christkind.
Die beliebte Tradition der „Aktion Erbse“, ursprünglich von der Bundeswehr ins Leben gerufen und vor einigen Jahren an das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Kreisverband Erding übergeben, kehrt pünktlich zur Vorweihnachtszeit zurück. Jeden Samstag, noch bis zum 14. Dezember, jeweils von 10.30 bis circa 14 Uhr, wird am Grünen Markt in Erding der traditionelle Erbseneintopf angeboten. Für 4,50 Euro pro Portion erhalten Gäste eine herzhafte Mahlzeit inklusive einer Scheibe Brot, teilt das BRK mit.
„Aktion Erbse“ hat jetzt auch veganen Eintopf mit geräuchertem Tofu im Angebot
Ergänzend zum Eintopf gibt es wärmenden Glühwein, Kinderpunsch und Kaltgetränke. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wird zum zweiten Mal eine vegane Alternative zur Auswahl stehen – eine Kartoffelsuppe, die nach Wunsch mit einem Topping aus geräuchertem Tofu und geröstetem Sesam verfeinert werden kann.
Einen festen Platz im Programm hat stets am 6. Dezember der Nikolaus. In Begleitung des Krampus erscheint er um 18 Uhr mit rotem Mantel, langem weißem Bart, Bischofsmütze und goldenem Stab auf der Bühne am Schrannenplatz und verteilt an alle braven und vielleicht auch nicht ganz so braven Kinder eine kleine Überraschung. Auch dieses Jahr erinnert die Volksspielgruppe Altenerding als Lebende Krippe an das Geschehen in der Heiligen Nacht.
An den vielen kleinen Tannen baumeln beschriftete Sterne. Das ist auch gut so.
Aktuell zieren zahlreiche, beschriftete Sterne die Tannen auf dem Schrannenplatz, denn auch in diesem Jahr organisiert die Stadt Erding ihre an alle Unternehmen gerichtete Weihnachtsspenden-Aktion. Gegen eine Spende von mindestens 50 Euro gibt es einen Stern an einem der Bäume am Christkindlmarkt. Der Erlös geht in diesem Jahr an den Förderverein der St. Nikolaus-Schule und Heilpädagogischen Tagesstätte Erding. Da die Schulküche aufgrund eines Wasserschadens derzeit unbenutzbar ist, soll das Geld für die Anschaffung einer mobilen Küche verwendet werden, die von Klassenzimmer zu Klassenzimmer transportiert werden kann.
Was aber wäre Heiligabend ohne das traditionelle Erdinger Weihnachts- und Turmblasen mit der Stadtkapelle? Am 24. Dezember läutet das Erdinger Christkind mit einer Botschaft den Heiligabend ein. Im Anschluss können die Besucher ab 17 Uhr den Klängen von drei verschiedenen Bläsergruppen lauschen und auch gerne den ein oder anderen Klassiker bis circa 18 Uhr mitsingen. Die Blechbläser der Stadtkapelle Erding spielen vom Stadtturm, während das Blasorchester der Kreismusikschule Erding auf der Bühne am Schrannenplatz zu hören ist. Zudem erklingen die Melodien der altbayerischen Blasmusik aus dem Rathausfenster. Eine Woche später geht es dann weniger besinnlich zu, denn dann steigt am Schrannenplatz die Silvester-Tanzparty mit Lasershow.

