Mobilität:Carsharing unter Strom

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Bei der Stellplatz-Eröffnung in der Theodor-Ortner-Straße (von links): Stadtplaner Christian Famira-Parcsetich, die Vereinsvorsitzenden Thomas Naumann und Tobias List, Objektbetreuer Anton Altmann und die Vorstände der Baugenossenschaft Erding, Karsten Vieth und Paul Reill. (Foto: Carsharing Erding/oh)

Der Carsharing-Verein Erding präsentiert den siebten Stellplatz im Stadtgebiet - der erste mit einem E-Auto samt Ladesäule.

Von Regina Bluhme, Erding

Der Erdinger Carsharing-Verein hat einen neuen Stellplatz in der Theodor-Ortner-Straße 8 eröffnet. An der neuen Station kommt ein elektrisch betriebener Renault Zoe mit Schnellladefunktion zum Einsatz. "Wir freuen uns sehr, dass uns damit endlich der Einstieg in die Elektromobilität beim Carsharing in Erding gelungen ist", schreibt dazu der Vereinsvorsitzende Tobias List.

Die Organisation einer eigenen Ladesäule hatte sich für den Verein zunächst schwierig gestaltet, da es keine öffentliche Förderung gab, so Tobias List. Doch dank der Kooperation mit der Baugenossenschaft Erding stehe nun ein Stellplatz mit eigener Ladesäule zur Verfügung. An der symbolischen Einweihung nahmen kürzlich neben dem Leiter der Stadtentwicklung, Christian Famira-Parcsetich, die beiden Vereinsvorsitzenden Tobias List und Thomas Naumann teil sowie für die Baugenossenschaft die Vorstände Paul Reill und Karsten Vieth sowie Objektbetreuer Anton Altmann.

In Pastetten betreibt der Verein bereits seit Juni vergangenen Jahres einen elektrisch betriebenen Renault Zoe mit eigener Lademöglichkeit direkt am Rathaus. Außerdem gehören sechs weitere Benziner in Erding und einer in Markt Isen zum Fuhrpark des Carsharing-Vereins.

Insgesamt freut sich der Carsharing-Verein laut Tobias List "auch im neunten Jahr seines Bestehens über eine starke Nachfrage" 2023 sei die Mitgliederzahl um 66 Prozent gestiegen, aktuell gebe es 278 Fahrberechtigte. Die Baugenossenschaft Erding erhoffe sich durch die Kooperation mit dem Carsharing-Verein eine langfristige Zusammenarbeit auch für andere Liegenschaften im Stadtgebiet Erding: "Wir sehen die wohnortnahe Stationierung eines Carsharing- Fahrzeugs auch als Serviceangebot für unsere Bewohner, das eigene Fahrzeug oder beispielsweise auch den Zweitwagen kostengünstig und ökologisch sinnvoll ersetzen zu können", so der BG-Vorstand Paul Reill.

Ein weiterer Stellplatz mit Ladesäule ist laut Verein bereits in Planung

Mit einem weiteren Kooperationspartner sei bereits ein zusätzlicher Stellplatz mit Ladesäule in Planung, berichtet Vereinsvorsitzender List: Die Station soll dann den Betrieb eines zweiten Elektrofahrzeugs im Stadtgebiet Erding ermöglichen.

Für Schnellentschlossene bietet der Verein einen "Elektrobonus": Wer sich bis zum 15. Mai für das Carsharing anmeldet, zahlt statt der üblichen 50 Euro Aufnahmegebühr nur 20 Euro. Darin enthalten ist der Mitgliedsbeitrag für eine dreimonatige Schnuppermitgliedschaft. Danach beträgt der Mitgliedsbeitrag sechs Euro pro Monat. Für die Fahrzeugnutzung werden immer maximal zwei Euro pro Stunde und 35 Cent pro Kilometer berechnet. Alle Kosten für Benzin, Steuer und Versicherung übernimmt der Verein. Weitere Informationen und Anmeldung: www.carsharing-erding.de

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