Vor 50 Jahren wurde die Kreisgruppe des Bund Naturschutz Erding gegründet. Damals startete sie mit 75 Mitgliedern, heute sind es 3740. Zu den Schwerpunkten der politischen Arbeit der vergangenen Jahrzehnte gehören der Kampf gegen die dritte Startbahn sowie gegen die Isentalautobahn. Am Samstag, 27. Juni, feiert die Kreisgruppe ihr Jubiläum mit einem Familien-Sommerfest am Nachmittag und einem abendlichen Empfang im Garten und Saal der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche in Altenerding.
Der Widerstand gegen die dritte Startbahn sei nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Kreisgruppe, sagte Kreisgeschäftsführerin Sabine Lanzner. „Aber auch die Energie- und Verkehrswende und Aktionen zur Nordumfahrung“. Eine ebenso wichtige Rolle spiele das Thema Wasser: „Das ist das aktuelle Schwerpunktthema im Landesverband.“
Im Landkreis zeigten sich dabei unterschiedliche Herausforderungen – etwa der Hochwasserschutz in Erding, während man gleichzeitig versuche, die Gfällach vor dem Austrocknen zu bewahren. Nach langen Jahren sei es gelungen, diesen Niedermoor-Rest durch die Einleitung von Wasser aus dem Viertelbach in die Gfällach zu erhalten. Das erfolgreiche Projekt werde auch bei einer Ausstellung während der 50-Jahr-Feier vorgestellt. Darüber hinaus engagiert sich der Bund Naturschutz in der Biotoppflege und für den Erhalt von Lebensräumen, etwa für die Gelbbauchunke. Dafür gibt es sogar eine eigene „Gelbbauchunken‑Truppe“.
Am Samstag sollen sich die Aktiven vor allem selbst feiern, sagt die Kreisvorsitzende Gabriele Betzmeir. Am Nachmittag, von 14 Uhr an, gibt es neben einer Hüpfburg sowie Spiel- und Bastelangeboten für Kinder unterschiedlichen Alters auch Gelegenheit zu Information und Austausch mit dem Vorstand und vielen Aktiven. Die Abendveranstaltung beginnt um 19.30 Uhr mit einem Festvortrag der stellvertretenden Landesbeauftragten des Bund Naturschutz, Christine Margraf. Danach macht der Ottenhofener Kabarettist Werner Meier mit musikalischem Kabarett den Gästen Stimmung.

