Dorfen:Brückenbau verzögert sich

Lesezeit: 2 min

Baustelle an der Isen in Dorfen wird 2023 weiterhin gesperrt.

Von Thomas Daller, Dorfen

Entgegen der bisherigen Planung ist nicht mehr zum Ende diesen Jahres mit der Fertigstellung der B15-Brücke über die Isen in Dorfen zu rechnen. Wie das Staatliche Bauamt Freising in einer Pressemitteilung schreibt, werde man im Frühjahr 2023 weiterbauen müssen, weil die Bauarbeiten nicht mehr im Zeitplan liegen. Man werde aber versuchen, die Brücke bis zur Winterpause provisorisch befahrbar zu machen. Wie lange die Bauarbeiten im Frühjahr 2023 dann dauern werden, sei noch nicht absehbar. Man bedaure die Verzögerungen.

Das Straßenbauamt hatte zu Beginn des Jahres 2022 in einer Broschüre zu den geplanten Bauarbeiten transparent kommuniziert, wie man sich den Ablauf der Bauarbeiten zeitlich vorstelle. Doch der tatsächliche Ablauf stimmte dann allmählich mit dieser Planung nicht mehr überein. Mit der Behelfsbrücke wurde Wochen später begonnen und der Abriss der alten Brücke zog sich länger hin, als man angenommen hatte. Bislang hatte das Bauamt auf entsprechende Fragen aber immer den Standpunkt vertreten, man sei noch im Zeitplan und werde die Bauarbeiten zum Ende des Jahres abschließen können. Von dieser Sichtweise rückt das Bauamt in seiner aktuellen Pressemitteilung nun ab: "Trotz Optimierungen im Bauablauf wird es leider nicht gelingen, bis Ende 2022 die Brücke fertigzustellen. (...) Wie weit die Brücke bis Ende des Jahres gebaut sein wird und ab wann und wie lange sie im Frühjahr 2023 nochmals gesperrt werden muss, das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Dies hängt unter anderem von der Materialverfügbarkeit und der Witterung ab."

Der harte Untergrund bereitet Schwierigkeiten beim Einbringen der Spundwände

Als Ursachen für die Verzögerungen nennt das Bauamt, dass beim Bau der Behelfsbrücke Stahlträger verwendet wurden, die besser verfügbar waren als die Konstruktion der ursprünglichen Planung. Entsprechend habe man die Planung, Gründung und Statik verändern müssen. Das habe mehr Zeit benötigt.

Auch beim Bau der B15-Isenbrücke gebe es weitere Verzögerungen. Schwierigkeiten bereite der harte Untergrund beim Einbringen der Spundwände. Um sie dennoch in die nötige Tiefe einbringen zu können, müsse nun auf ein alternatives Verfahren umgestellt werden.

Um dennoch rascher voranzukommen, sollen die Straßenbauarbeiten im Umfeld der Brücke vorgezogen werden. Im August sollen die Arbeiten im südlichen Teil der Brücke zwischen der Kreuzung Rosenaustraße, Gartenstraße und Jahnstraße beginnen. Die Arbeiten sollen bis zum Ende der Sommerferien soweit beendet sein, dass der Schulweg durchs Altöttinger Tor und über die Behelfsbrücke wieder baustellenfrei ist. Im Anschluss starten die Arbeiten am Gehweg nördlich der Isenbrücke und die Verlegung der Bushaltestelle Krankenhaus Süd.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB