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Beschluss des Planungsausschusses:Neue Ordnung für Radverkehr

Erding beauftragt Planungsbüro mit Konzept - Bürger sollen eingebunden werden

Die Stadt Erding will ihren Radverkehr neu ordnen. Der Planungs- und Umweltausschuss hat daher am Dienstagabend beschlossen, den Auftrag für die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes an das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen in Aachen zu geben. Fünf Büros hatte das Rathaus um Vorschläge gebeten. Nach kurzer nicht-öffentlicher Beratung schloss sich der Ausschuss der Auffassung des Bauamtes an, dass das Büro Kaulen den besten Vorschlag geliefert hatte.

Ihm gefalle besonders die breite Bürgerbeteiligung, sagte Bürgermeister Max Gotz (CSU), "auch wenn ich nicht immer recht bekommen werde". Denn der gesamte Prozess soll von einem Arbeitskreis begleitet werden, in dem nicht nur Stadträte, sondern auch Vereine, Verbände, aber auch Vertreter von Schulen und Senioren mitreden können. Am Ende könne als Ergebnis stehen, dass der mit dem Rad zurückgelegte Teil des Individualverkehrs deutlich zunehme.

In fünf Schritten nähert sich die Stadt dem Radverkehrskonzept: Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme sowie eine Haushaltsbefragung, anschließend entsteht in Aachen ein Planungskonzept, es folgt ein Maßnahmenkonzept. Der vierte Schritt soll eine Bürgerkonferenz sein, deren Ergebnisse dann in die Gesamtmaßnahme einfließen: Kosten, Prioritätenliste und Haushaltsansätze. Karin Hatt vom Bauamt Erding warb für das Büro Kaulen, das bereits Erfahrung mit Stadtplanung, Moderation und Umsetzung vergleichbarer Konzepte habe. "Eine gute Wahl", sagte auch der Grünen-stadtrat Günther Kuhn.