Baugebiet Südlicher Thermengarten Mietwohnungen statt Eigenheim

CSU will auf Parzelle Mehrfamilienhäuser bauen

Vor kurzem ist publik geworden, dass es nichts wird mit den Plänen der Baugemeinschaft Pro Erding für das Baugebiet Südlicher Thermengarten. Der Verein hat sich inzwischen aufgelöst. Nun laufen Überlegungen, wie es auf der freigewordenen Fläche, die sich im Besitz der Stadt Erding befindet, weitergeht. Die CSU-Stadtratsfraktion stellt sich dort Sozialen Mietwohnungsbau vor.

Nach Angaben von Fraktionsvorsitzenden Jakob Mittermeier möchte die CSU-Fraktion dem Stadtrat folgenden Antrag vorlegen: Die für die Bauherrengemeinschaft vorgesehene Parzelle im Bebauungsplan 223/I soll von der Stadt mit Mietwohnungen überplant werden. "Dabei soll Wohnraum in Mehrfamilienhäusern ermöglicht werden, für den eine einkommensorientierte Förderung (eoF) nach den Richtlinien des Bayerischen Wohnungsbauprogramms (Stand: August 2018) in Frage kommt", schreibt Jakob Mittermeier. Die CSU-Fraktion gehe davon aus, dass auf der frei werdenden Fläche eine respektable Zahl von Wohnungen errichtet werden kann, heißt es in der Pressemitteilung weiter. "Damit könnten verschiedene Wohnungsgrößen mit differenzierten Ausgestaltungen (zum Beispiel Barrierefreiheit) realisiert werden", so der CSU-Fraktionssprecher. "Ein großer Vorteil wäre sicher, dass die Wohnungen auf Dauer im Eigentum der Stadt blieben, einschließlich der Belegungsrechte und damit ein dauerhaftes Verfügungsrecht." Auch Mietangelegenheiten gäben der Stadt "optimale Gestaltungsmöglichkeiten". Die Baugemeinschaft "Pro Erding" wäre die erste ihrer Art in Erding gewesen. Nach Veröffentlichung des Grundstückspreises durch die Stadt habe der Architekt der Gruppe eine Kostenschätzung für das Bauvorhaben erstellt, diese hatte nach Angaben von Herbert Maier, Initiator und Grünen-Stadtrat, Gestehungskosten von über 5000 Euro pro Quadratmeter Wohnraum ergeben, und das sei für einen Teil der Gruppe nicht mehr bezahlbar gewesen.