Bahnausbau Mehr Verkehr auf die Gleise

Projektbeirat berät Verbesserungen für Strecke nach Freilassing

Der Projektbeirat für den Ausbau der Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing kommt am kommenden Donnerstag, 24. Januar, in Mühldorf zusammen, um die Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans zu besprechen. Zu einem großen Teil betreffen die im vergangenen Herbst vom Bund beschlossenen Änderungen und Zusätze den weiter östlich gelegenen Abschnitt der Bahnstrecke. So ist nunmehr beschlossen, die Strecke von Tüssling bis Freilassing doch zweigleisig auszubauen. Dahinter stecken zwei Überlegungen, erklärte ein Bahnsprecher.

Zum einen will man mehr Güterverkehr auf einer Nord-Süd-Achse fahren lassen. Dafür soll auch die Strecke von Regenburg über Landshut nach Mühldorf ertüchtigt werden, von wo aus es weiter über Freilassing durch Österreich bis zum slowenischen Hafen Koper geht. Für die Unternehmen im bayerischen Chemiedreieck ist Koper der nächst gelegene Überseehafen. Über die Straße von Gibraltar geht es von hier nach Amerika, durch den Suezkanal in den Fernen Osten. Ein zweiter Punkt, der nun noch stärker betont wird, ist der Personenfernverkehr von München Richtung Osten. Dass die Bahnstrecke Teil eine europäischen Magistrale sein soll, die von Paris bis Budapest geht, wurde zwar schon immer betont. Im vergangenen Herbst wurde jedoch der sogenannte Deutschlandtakt ins Visier genommen, der für schnellere und bessere Verbindungen im Fernverkehr sorgen soll. Dabei ist die Strecke über Mühldorf eine erhöhte Wichtigkeit beigemessen worden.