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Arbeiten abgeschlossen:Oase für Schüler und Sportler

Der Stadtpark ist fertig: Harry Seeholzer, Sebastian Henrich, Ulrike Scharf, OB Max Gotz, Martin Rist, Hans Schmidmayer und Ludwig Kirmair (von links) beim symbolischen Akt der Eröffnung.

(Foto: Renate Schmidt)

Die Stadt Erding beendet mit einer kleinen Feier die Sanierung des Stadtparks. Der zweite Abschnitt hat 4,4 Millionen Euro gekostet

Bis vor kurzem war die Brücke im Stadtpark der Hotspot für Menschen im Pokémon-Fieber. Am Freitagvormittag tummelten sich Stadtbaumeister Sebastian Henrich, Schulleiterin Helma Wenzl, Landschaftsarchitekt Martin Rist und viele andere an der Brücke - nicht weil sie dem Fieber erlegen wären, sondern weil das offizielle Ende der Parksanierung gefeiert wurde. 4,4 Millionen Euro hat die Stadt Erding für den zweiten Abschnitt ausgegeben, wie OB Max Gotz (CSU) sagte. Und die zahlreichen Gäste konnten sich davon überzeugen, dass das Geld gut angelegt ist. Unübersehbar sind die positiven Folgen für Flora und Fauna: Die Uferbereiche sind entweder gut zugänglich für Menschen - oder sie sind gut abgeschirmt von den Menschen, damit sich die Tier- und Pflanzenwelt ungestört entwickeln kann. Highlight der Parksanierung im zweiten Abschnitt ist jedoch der neue Wasserspielplatz - zumindest aus Sicht der Familien. Das bezeugen auch an diesem Freitag die vielen Kinder mit ihren Eltern, die die große Fläche bespielen. Weil die umliegenden Wiesen nun gemäht und gepflegt werden, können Mütter und Väter ihre Decken ausbreiten und kleine Babys beaufsichtigen, während sie den etwas Größeren dabei zusehen, wie sie über die Anlage klettern und durch das Wasser waten. Das Resultat seiner Arbeit gefällt auch dem Landschaftsarchitekten Martin Rist, der wie zuvor schon OB Gotz dazu aufrief, den Park gut zu behandeln. Nicht nur die Besucher, sondern auch die Gärtner. Er wisse, sagte Rist, dass vor allem der Wasserspielplatz eine "Intensivpflege" benötige. Die städtischen Mitarbeiter sollten bei ihrer mühseligen Arbeit an die leuchtenden Kinderaugen denken.

In einem weiteren Punkt waren sich Gotz und Rist einige: dass die Erdinger Bürger die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt wesentlich positiver begleitet hätten als die am ersten Abschnitt. Damals waren die Proteste nicht nur wegen des undurchschaubaren Bauzaunes laut gewesen, sondern auch weil manche dem kleinen Urwald hinterhertrauern. Einige tun das jetzt auch noch, die überwiegende Zahl der Besucher aus Erding und Umgebung finden jedoch lobende Worte für die Stadt Erding. Wie auch die CSU-Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf. Sie sagte, Stadtparks erfüllten wichtige Aufgaben für die Menschen, aber auch für die Umwelt und für das Klima.

Auch Schüler können in dieser Oase abschalten und die Füße ins Wasser halten, sagte Gotz. Sportler können ihre Körper an den Fitnessstationen rund um die große Wiese ertüchtigen. Es gibt Möglichkeiten für Kunstausstellungen, und auch die Biodiversität habe sich verbessert. Letzteres habe auch Anton Euringer immer wieder bestätigt, der frühere Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, der den ersten Abschnitt der Sanierung mitbegleitet hatte. Jetzt, so wünscht es sich der OB, sollen die Bürger "diszipliniert" mit dem Stadtpark umgehen. Sie sollen ihren Müll mitnehmen und die Hunde anleinen, auch von den Radfahrern wünscht sich Gotz ein bisschen mehr Disziplin. Die "kleinkarierte Denkweise", dass Besucher von woanders nicht willkommen seien, sei jedoch nicht typisch für die Erdinger. Er freue sich, wenn die Gäste sagen: "Schön war's. Wir kommen wieder."