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Alpenkranzl Erding:Der Weg für den Kletterpark ist frei

boulder anlage

Die Boulder-Anlage, die sich das Alpenkranzl bereits gesichert hat, bietet vielfältige Möglichkeiten. Das ist vor allem attraktiv für junge Leute.

(Foto: privat)

Die Mitglieder stimmen mit großer Mehrheit für das Projekt. Jetzt werden die Zuschüsse beantragt

Das Alpenkranzl Erding baut am Kronthaler Weiher einen Kletterpark mit Boulderbereich und Kletterturm. Für das Projekt haben bei einer außerordentlichen Hauptversammlung 184 der 188 Mitglieder gestimmt. Dabei freute sich der erste Vorsitzende des Alpenkranzl, Hermann Schießl, nicht nur über so viel Zustimmung, sondern auch über die Zusammenarbeit. "Ich war stolz. Mitglieder müssen mithalten und zusammenhalten", sagte er der SZ. Baubeginn soll im Herbst sein.

Da nun beschlossen ist, dass die Kletteranlage gebaut werden soll, würden nun der Pachtvertrag sowie Zuschussbeiträge beim Deutschen Alpenverein (DAV), beim Bayerischen Landessportverband (BLSV), der Stadt und dem Landkreis Erding beantragt, kündigt Schießl an. Sobald die Zuschussfrage geklärt sei, will der Verein den entsprechenden Bauantrag stellen. Nach Angaben von Hermann Schießl werde das Alpenkranzl das Projekt ohne Schuldenaufnahme stemmen können. Dazu soll so viel Eigenleistung wie möglich erbracht werden, aber ohne Zuschüsse geht es nicht.

Die Boulder-Area aus Bad Hallenbach haben sich Mitglieder des Alpenkranzls bereits im September für 20 000 Euro in einer privaten Initiative gesichert. Für die gesamte Kletteranlage sind allerdings 150 000 Euro eingeplant. Hinzu kommen 450 000 Euro für einen 17 Meter hohen Kletterturm und 250 000 Euro für den Umbau des Vereinshaus. Davon soll aber der größte Teil, 450 000 Euro, von der Stadt Erding bezahlt werden. Schießl sagte bei der Versammlung in der Stadthalle dazu: "Zahlenberge werden bewegt", wie es in einer Mitteilung des Vereins heißt. Demnach gab es an dem Abend auch lobende Worte von OB Max Gotz (CSU) für die ehrenamtliche Arbeit des Vereins. Die hohe Beteiligung an der Versammlung habe er als "starkes Zeichen" an die Stadt gewertet, wie das Alpenkranzl mitteilt. Er hat dem Alpenkranzl demnach auch die Unterstützung der Stadt zugesichert.

Das Vereinsgelände des Alpenkranzl Erding soll eine Fläche von 2500 Quadratmetern besitzen, wobei auf 600 Quadratmeter Möglichkeiten zum Klettern geschaffen werden. sind. Nach dem geplanten Baustart im Herbst soll der Kletterpark noch im Winter eröffnet werden, erfuhren die Besucher der Hauptversammlung. Dann wird die eingezäunte Kletteranlage nur für Mitglieder oder Kletterer mit einem kleinen Kletterschein zugelassen sein. Zudem sind Tageskarten, aber auch Jahreskarten geplant, um Kletterer, die noch keine Mitglieder sind, an den Verein zu binden. Es werden dann auch Schulungen für Lawinenkunde oder eine Kletterausbildung angeboten. Das Vereinsheim soll für jeden zugänglich sein, betont der erste Vorsitzende des Alpenkranzl. "Dabei sind auch Jugendveranstaltungen, Sonnwendfeiern, Seniorengrillabende oder ein Alpingarten denkbar", verrät Schießl.