So könnte ein Krimi beginnen: Die Polizei wird zu einem verlassenen Fahrzeug gerufen, weil es angeblich Öl verliert – und stößt auf gleich mehrere Hinweise, dass dessen Besitzer es mit dem Gesetz nicht so genau nimmt. So geschehen am Montagmittag auf einem Parkplatz an der A94 bei Dorfen. Und das ist kein Krimi, sondern ein Bericht der Autobahnpolizei Mühldorf.
Die Beamten waren von der Autobahnmeisterei zum Parkplatz Fürthholz-Süd gerufen worden, weil dort ein Kleintransporter in einer Öllache stand. Wie sich herausstellte, wurde das Fahrzeug bereits gesucht – wegen fehlenden Versicherungsschutzes. Zwar hatte der Transporter inzwischen Kennzeichen, doch sie passten offensichtlich nicht zu ihm. Eine Nachfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt bestätigte den Verdacht: Die Nummernschilder waren keinem anderen Fahrzeug zugeordnet und offiziell nie vergeben. Zu guter Letzt fanden die Beamten noch einen frischen Schaden an der rechten Heckseite, dort waren eine starke Eindellung und gelblicher Farbabrieb auf dem Lack des Transporters zu sehen.
Wie in einem Krimi nahmen die Ermittler daraufhin ihre Arbeit auf: zu einem möglichen Unfall, zu den gefälschten Kennzeichen und nach dem letzten bekannten Halter des mysteriösen Transporters.

