Süddeutsche Zeitung

56. Internationale Orgelwoche Erding:Exzellent besetzt

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Die Erdinger Orgelwoche eröffnet mit Haydns "Missa in Tempore Belli". Es folgen Solokonzerte mit Georg Rothenaicher, Magdalena Hürholz und Christophe Mantoux.

Von Florian Tempel, Erding

Die Erdinger Orgelwoche ist ein fester Bestandteil des Erdinger Kulturlebens. Seit 1966 gibt es sie schon. In diesem Jahr findet sie zum 56. Mal statt. Sie ist ein Höhepunkt auch und nicht zuletzt für die Sängerinnen und Sänger des Großen Chors der Stadtpfarrkirche St. Johannes, die bei der Orgelwoche auch stets einen großen Auftritt haben, auf den sie sich monatelang in intensiven Proben vorbereitet haben. Die Orgelwoche ist jedoch nicht nur ein lokales Ereignis, sondern ein internationales Event. Nicht so sehr, weil das Publikum dafür extra aus dem Ausland anreisen würde. Aber die Organistinnen und Organisten, die Georg Rothenaicher, der künstlerischer Leiter der Orgelwoche, einlädt, gehören zu den besten in Europa. Wer die Internationale Orgelwoche Erding über Jahre mitverfolgt, wird zum Experten.

Veranstalter der Orgelwoche ist der Pfarrcaecilienverein Erding, der jedes Jahr ein vielfältiges und hervorragend besetztes Programm ermöglicht. In der Ankündigung weist der Verein mit großer Freunde darauf hin, "dass nun wieder ein einschränkungsfreier Konzertbetrieb möglich ist".

Zum Auftakt gleich ein Höhepunkt

Das Konzert zur Eröffnung der Orgelwoche am kommenden Samstag, 8. Oktober, ist gleich einer ihrer Höhepunkte. Zur Aufführung kommt die "Missa in Tempore Belli" von Joseph Haydn, also die "Messe zu Kriegszeiten". Man muss nicht erklären, warum Georg Rothenaicher im Jahr 2022 genau dieses Werk ausgewählt hat. Es singt der Große Chor der Stadtpfarrkirche unter seiner Leitung, Solisten sind Katharina Peschl, Astrid Hofer, Wolfgang Antesberger und Timo Janzen. Als zweites Stück wird ein weiteres Werk von Joseph Haydn gespielt, sein Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur. Solist ist Mario Martos Nieto, Solotrompeter des Münchner Rundfunkorchesters, der für sein Können und seine Kunst bei internationalen Wettbewerben schon mehrfach ausgezeichnet worden ist.

Am Dienstag, 11. Oktober, gibt Georg Rothenaicher selbst ein Konzert an der Orgel. Es gibt niemanden, der die über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Rieger-Orgel in der Stadtpfarrkirche besser kennt und beherrscht als er. Die 1991 gebaute Erdinger Orgel ist eine der größten weit und breit. Nur in München gibt es noch zwei, drei vergleichbare Instrumente. Der langjähriger Erdinger Kirchenmusiker präsentiert hier Werke deutscher Komponisten.

Christophe Mantoux spielt Werke französischer Komponisten

Mit Magdalena Hürholz, ehemalige Professorin für künstlerisches Orgelspiel an der Musikhochschule Köln, konnte "eine weitere Meisterin ihres Faches für die Internationale Orgelwoche Erding gewonnen werden", heißt es in der Ankündigung. Sie spielt am Donnerstag, 13. Oktober, unter anderem J. S. Bachs "Praeludium et Fuga in E-Moll". Christophe Mantoux, Titularorganist an der Kirche Saint-Séverin in Paris, spielt am Samstag, 15. Oktober, Werke französischer Komponisten. Mantoux gibt auf der ganzen Welt regelmäßig Meisterkurse und ist Jury-Mitglied zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Alle Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr in der Stadtpfarrkirche. Nur der feierliche Abschluss findet am Vormittag statt. Am Sonntag, 16. Oktober, singt der Kammerchor Madrigalisti Ardingenses im Festgottesdienst um neun Uhr die "Guildford-Mass" von Will Todd.

Vorverkauf im Pfarrbüro von St. Johannes, Telefon 08122/892020, und Karten an der Abendkasse.

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