CharityveranstaltungWandern für einen guten Zweck

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Für den guten Zweck wird am 26. April gewandert.
Für den guten Zweck wird am 26. April gewandert.
Matthias Drescher

Vom Bürgerhaus Emmering aus starten die Teilnehmer auf individuellen Routen. Die Ziele sind, sich sportlich zu betätigen und wohltätig zu sein.

Von Karl-Wilhelm Götte, Fürstenfeldbruck

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Laufen, nein Wandern, aber auch schnelles Gehen oder Walken heißt es bei der Benefizveranstaltung „Dreimal 15 Kilometer – Wandern für einen guten Zweck“, die am Sonntagmorgen, 26. April, in Emmering am Bürgerhaus gestartet wird. „Unser Ziel ist es, Menschen jedes Alters zu motivieren, sich sportlich zu betätigen und gleichzeitig etwas Gutes für die Gemeinschaft zu tun“, wirbt Nikki Drescher für die Veranstaltung. „Die Idee hinter unserem Projekt ist einfach: Drei Strecken à 15 Kilometer, individuell gestaltbar und zeitlich flexibel – so wird wandern zu einem Erlebnis, das nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch einem guten Zweck dient.“

„Wir“ ist ein sechsköpfiges privates Orga-Team aus Fürstenfeldbruck, dass „3 mal 15“ jetzt zum dritten Mal veranstaltet. „Mit 250 Teilnehmern sind wir voll“, sagt Sprecherin Nikki Drescher zum Anmeldestand. 250 Teilnehmer sind eine neue Herausforderung für die Organisatoren, waren es 2024 nur 140 Wanderer gewesen. Ob es noch Nachrücker geben kann, sollten Interessierte über die Internetseite www.3mal15km.de in Erfahrung bringen. Die Ausrichtergruppe um Nikki und ihrem Ehemann Matthias Drescher ist seit Monaten viel beschäftigt: Strecken planen, Verpflegung der Teilnehmer sicherstellen und am Wandertag ganztägig im Einsatz sein. Für die drei Strecken haben die Wanderinnen und Wanderer zwölf Stunden Zeit. Gestartet wird, je nach Streckenlänge, um acht Uhr morgens, 12 Uhr und um 16 Uhr. Um 20 Uhr abends sollten alle Akteure wieder im Ziel sein. Gewandert wird vorrangig an der Amper entlang Richtung Fürstenfeldbruck oder nach Olching und zurück nach Emmering. „Asphaltstraßen wollten wir vermeiden“, so die Organisatorin.

Verpflegungsstationen erwarten die Wanderer alle siebeneinhalb Kilometer.
Verpflegungsstationen erwarten die Wanderer alle siebeneinhalb Kilometer.
Matthias Drescher

Die Teilnahme ist kostenlos, doch für die Charity-Veranstaltung bitten die Organisatoren um eine Spende. Nach Abzug aller Kosten für Versicherung, Verpflegung und einem Schlüsselanhänger für jeden Finisher kamen im vergangenen Jahr 2331 Euro zusammen, die gingen laut Nikki Drescher mit jeweils 777 Euro an drei Projekte: Kinderhaus Bad Grönenbach, Frauenhaus Fürstenfeldbruck und an den Tierschutzverein Augsburg. Die Spendenempfänger legen die Teilnehmer auch dieses Mal per schriftlichen Votum selbst fest. Verlangt werden nicht unbedingt 45 Kilometer von ihnen. „Newcomer sollten 15 Kilometer probieren“, empfiehlt Nikki Drescher und sollten sich fragen, „wie weit tragen mich meine Beine?“ Dann könnten sie auch noch eine zweite oder gar dritte Strecke laufen.

Die Berlinerin Drescher, 43, selbst kommt aus der sogenannten „Ultra-Wanderer-Szene“. Sie hat seit einigen Jahren schon Erfahrungen auch über die 100-Kilometer-Distanz sammeln können. Gemütlich gewandert ist sie dabei nicht, eher sehr zügig gegangen, steht doch ihre Bestzeit bei 17,5 Stunden. „Den schlimmsten und schmerzhaftesten Hunderter habe ich in Berlin erlebt“, erzählt sie von Blasen an den Füßen vom Asphaltlaufen. Auch an ihre ersten 100 Kilometer von München nach Mittenwald im Mai 2018 erinnert sich Drescher mit etwas Schaudern: „Es hat geschneit und es war nass und kalt.“

Auf alle Fälle werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Emmeringer-Marsch gut betreut. Alle 7,5 Kilometer wird es eine Verpflegungsstation geben, um die Wanderer bei Laune zu halten. Es gibt einen Kuchen- und einen Wurstsponsor, aber auch für Veganer soll etwas dabei sein. Nikki Drescher, die sich freut, dass auch ihr 16-jähriger Sohn marschieren will, wird wohl als sogenannte „Schlussläuferin“ auf die Strecke gehen, um die letzten Teilnehmer ins Ziel zu führen. Drescher schmunzelnd: „Ich bin dann der Besenwagen.“

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