Elisabethmarkt Lieber Künstler als Leerstand

Der Elisabethmarkt soll zum Künstlermarkt werden - wenn auch nur in kleinem Umfang und zeitlich begrenzt. Die SPD-Stadtratsfraktion will derzeit leerstehende Buden an Künstler und Kreative vergeben: für eine Zwischennutzung, wie es im Amtsdeutsch in solchen Fällen heißt. Hintergrund ist, dass die Verwaltung der städtischen Märkte bis zum Abbruch des Ensembles, der 2020 beginnen soll, keine Stände mehr neu an Lebensmittelhändler vergibt. Denn die verbliebenen Händler müssen zu diesem Termin in einen Interimsmarkt in direkter Nachbarschaft umziehen. Diese Budenstadt ist ein wenig kleiner als der "feste" Markt. Die SPD-Stadträte finden aber: Leerstand gilt es zu vermeiden. Und die Artefakte der Interims-Mieter könnten doch das vor allem auf Essen und Trinken beschränkte Sortiment des Elisabethmarkts in der Zwischenzeit erweitern. Die aus der Nachkriegszeit stammenden Stände des beliebten Schwabinger Marktes genügen den Anforderungen an Hygiene und Brandschutz nicht mehr, sie werden daher bis 2022 für 22 Millionen Euro durch eine komplett neu gestaltete Budenstadt ersetzt.