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Einvernehmliche Trennung:Stadtsparkasse verliert zweiten Vorstand

Die Stadtsparkasse München verliert ihren zweiten Vorstand binnen weniger Monate. Der für das Kreditgeschäft zuständige Vorstand Jürgen Ebener, 63, geht zum Jahresende, nicht erst wie geplant im April 2017. Die Stadtsparkasse löst seinen Vertrag vorzeitig auf, "aus persönlichen Gründen", sagte ein Sprecher. Ebener saß 13 Jahre lang im Vorstand der fünftgrößten deutschen Sparkasse. Schon im Frühjahr war der langjährige Vorstandsvize, Thomas Grützemacher, gegangen. Ebenfalls aus persönlichen Gründen, nach 14 Jahren im Führungsgremium. Man habe sich in beiderseitigem Einvernehmen getrennt, hieß es damals.

Nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Harald Strötgen 2014 hatten sich nach SZ-Informationen alle Vorstände auf die Nachfolge im Spitzenamt beworben, auch Grützemacher. Er soll sich große Hoffnungen gemacht haben, Strötgen zu beerben - und brüskiert gewesen sein, als die Wahl auf einen Bewerber von außerhalb fiel. Die Stadtsparkasse holte Ralf Fleischer, der vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband nach München wechselte. Der Vorstand wurde nach Grützemachers Ausscheiden auf vier Positionen verkleinert. Fleischer soll inzwischen etabliert sein, sowohl im Vorstand als auch gegenüber Kunden. Das Ausscheiden der beiden Vorstände stehe in keinem Zusammenhang, sagte ein Stadtsparkassen-Sprecher.