Üblicherweise nutzen Wohnungseinbrecher den Schutz der Dunkelheit oder die Abwesenheit der Bewohner – und am liebsten beides. Dass Einbrecher am helllichten Tag plötzlich vor den Bewohnern einer Immobilie stehen, ist ungewöhnlich. Am Mittwoch ist das in München gleichwohl sogar zweimal passiert: am Vormittag im Stadtteil Feldmoching, am Nachmittag in Giesing. Trotz der Entfernung zwischen beiden Tatorten kann und mag die Polizei einen möglichen Zusammenhang nicht ausschließen.
Vom Feldmochinger Überfall, der sich gegen 10.30 Uhr im Bereich Caracciola-, Ittlinger-, Harald-Dohrn-, Harden- und Weitlstraße ereignete, haben die Ermittler eine recht exakte Beschreibung der Täter, die durch die Terrassentür in eine Wohnung eingedrungen waren. Sie waren athletisch gebaut und etwa 20 Jahre alt. Einer sprach Hochdeutsch. Er trug eine schwarze Bomberjacke mit weißer Kapuze und hatte ein grünes Tuch über Mund und Nase gezogen. Sein Komplize trug eine schwarze Skimaske über Mund und Nase. Die beiden durchsuchten gerade ein Zimmer nach Wertgegenständen, als sie von einer Bewohnerin entdeckt wurden. Als die Frau sie anschrie, türmten die beiden in einem schwarzen SUV.
Gut vier Stunden später der nächste ähnliche Einbruch. Gegen 15 Uhr öffnete ein Mann, der eine schwarze Jacke mit Kapuze trug, gewaltsam eine Wohnungstür im Bereich der Lung-, Schwarzenberg-, Amerstorffer- und Tegernseer Landstraße. Er stieß sofort auf eine Bewohnerin. Als diese schrie, flüchtete er. Die Ermittlungen führt das Kommissariat 53. Die Kriminalpolizei hat Anwohner gebeten, Aufzeichnungen eventuell installierter Überwachungskameras zum Tatzeitraum zu sichten.

