Mit Brandverletzungen an den Händen musste eine 60-jährige Frau am Sonntag ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Zornedingerin wollte sich der Polizei zufolge Essen zubereiten und hatte dafür einen Topf mit Öl erhitzt. Aus unbekannten Gründen fing dieser Feuer, sodass sich beim Abnehmen des Topfdeckels eine Stichflamme entwickelte. Instinktiv nahm die Frau den Topf vom Herd und hielt ihn unter laufendes Wasser, was zu einer größeren Reaktion zwischen dem Wasser und dem heißem Öl führte.
Die Folge war, dass sich kurzzeitig ein großes Feuer ausbreitete, das einige Küchengegenstände beschädigte. Außerdem verteilten sich die heißen Fettspritzer im ganzen Raum. Die 60-Jährige hatte laut Polizei Glück im Unglück und verbrannte sich lediglich an den Haaren und beiden Händen. Nach Ersteinschätzung der Notärzte vor Ort seien aber - abgesehen von Narben - keine Langzeitfolgen zu erwarten. Die Zornedingerin wurde zur Behandlung der Wunden in eine Spezialklinik für Brandverletzungen nach München gebracht.
Im Einsatz war neben einem Rettungs- und Notarztfahrzeug auch noch die Luftrettung. Ebenfalls waren zwei Streifenbesatzungen der Poinger Polizei vor Ort, nach aktuellem Stand der Ermittlungen kann eine Fremdbeteiligung allerdings ausgeschlossen werden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang allerdings explizit darauf hin, dass ein Fettbrand unter keinen Umständen mit Wasser gelöscht werden sollte. Dabei bilde sich eine Stichflamme und das Fett spritze unkontrolliert, was zu ernsthaften Verletzungen führen könne. Im Zweifelsfall sei es ratsam, die Herdplatten auszuschalten, das Haus zu verlassen und die Feuerwehr zu alarmieren, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.

