Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde er der Kommunalpolitik den Rücken kehren, nun will es der Zornedinger Bürgermeister Piet Mayr (CSU) doch nochmal wissen: Er wird bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr erneut für den Chefsessel im Rathaus kandidieren. Für den 68-Jährigen, der 2008 erstmals zum Bürgermeister von Zorneding gewählt worden ist, wäre es bereits die vierte Amtszeit. Die Rückendeckung seiner Partei hat Mayr auf jeden Fall, denn der erweiterte CSU-Ortsvorstand beschloss bei der jüngsten Vorstandssitzung einstimmig, ihn als Bürgermeisterkandidaten zu empfehlen. Die Ortshauptversammlung wird dann im Herbst zusammentreten.
Bei seiner Kandidatur soll Piet Mayr, der seit 2008 auch Mitglied des Ebersberger Kreistags ist, von einer Gemeinderatsliste der CSU unterstützt werden, „die neben bekannten auch viele neue, frische Gesichter enthalten wird“, wie es in einer Pressemitteilung des Ortsverbands heißt. „Als CSU sind wir davon überzeugt, dass diese Kombination die richtige ist, um unsere Gemeinde durch die kommenden turbulenten Zeiten zu führen“, sagt Ortsvorsitzender Alexander Niebler.

Zornedinger Finanzen:Eine Gemeinde lernt, Schulden zu machen
Die schwarze Null ist nach 37 Jahren Geschichte: Auch Zorneding wird heuer Kredite aufnehmen müssen, um die anstehenden Projekte finanzieren zu können. Nun will man sich bei anderen Kommunen umschauen, wie das überhaupt funktioniert.
Angesichts der angespannten Haushaltslage sowie der vielen laufenden Großprojekte – wie der Geothermie, dem Bau von Windkraftanlagen und der Mittagsbetreuung in der Schule – habe sich Piet Mayr, entgegen seiner ursprünglichen Absicht, dazu entschieden, für eine vierte Wahlperiode zur Verfügung zu stehen. „Die CSU erachtet das als ideal, da sich in seiner Person fachliche Kompetenz, Bürgernähe und kommunalpolitisches Geschick vereinen“, so Niebler.
Bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2020 hatte sich Mayr mit 56,15 Prozent der Stimmen gegen seine Mitbewerber Bianka Poschenrieder (SPD, 29,76 Prozent), Peter Pernsteiner (FDP, 10,53 Prozent) und Ramona Baumgartner (Linke, 3,57 Prozent) durchgesetzt.

