Kommunalwahl 2026„Plastikmüll-Pirat“ will Bürgermeister werden

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Falk Skeide tritt bei den Kommunalwahlen 2026 als unabhängiger Bürgermeisterkandidat in Zorneding an.
Falk Skeide tritt bei den Kommunalwahlen 2026 als unabhängiger Bürgermeisterkandidat in Zorneding an. (Foto: privat)

Falk Skeide tritt in Zorneding als unabhängiger Bürgermeisterkandidat an. Er ist durch ungewöhnliche Aktionen gegen die Verschmutzung der Meere bekannt.

Falk Skeide will bei den Kommunalwahlen 2026 ins Zornedinger Rathaus einziehen: Als unabhängiger Kandidat bewirbt er sich für das Bürgermeisteramt. Er ist somit der erste Konkurrent von Amtsinhaber Piet Mayr (CSU), der kürzlich eher überraschend eine Kandidatur für eine weitere Amtszeit angekündigt hatte.

Skeide ist in Zorneding kein Unbekannter: Mit originellen Aktionen hat er den Kampf gegen Plastikmüll aufgenommen. Unter anderem hat der „Plastikmüll-Pirat“, wie er sich selbst nennt, bei mehreren Motorradtouren durch Europa auf das Thema aufmerksam gemacht. Zudem gehört er zu den Initiatoren des Zornedinger Unverpackt-Ladens.

Bei den Gemeinderatswahlen 2020 kandidierte der Parteilose auf der Liste der Freien Wähler. Beruflich ist der heute 50-Jährige nach eigenen Angaben als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, als Coach, Trainer und Mediator tätig.

Bei seiner Kandidatur setzt Skeide nach eigenen Worten auf überparteiliche Zusammenarbeit. Er stehe für Transparenz, Bürgernähe und nachhaltige Entwicklung, informiert er in einer Pressemitteilung.   „Ich will zuhören, verstehen, Brücken bauen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort Lösungen finden“, so Skeide. Er wolle Entscheidungsprozesse transparenter machen und regelmäßige Bürgersprechstunden einführen.

Das örtliche Jugendzentrum soll nach seinem Willen reaktiviert werden

Themen wie Verkehr, Energie, Soziales, Kultur und Bildung sollen durch ehrenamtliche Agenda-Gruppen begleitet werden. Der soziale Zusammenhalt sei ihm wichtig. Er wolle das Jugendzentrum reaktivieren, ein Kinder- und Jugendparlament sowie einen Familienbeirat gründen. Für ältere Menschen plant er Angebote zur Begegnung und Teilhabe.

Im Bereich Infrastruktur und Bildung will der designierte Kandidat Projekte effektiver vorantreiben – etwa eine zukunftsfähige Lösung für den Schulstandort, gesicherten Schwimmunterricht und barrierefreie Daseinsvorsorge. Sichere Schulwege, bessere Rad- und Fußwege sowie eine nachhaltige Flächennutzung stehen ebenfalls auf der Liste seiner Ziele.

Im Wahlkampf plant Skeide zahlreiche Veranstaltungen als Bürgerdialoge zu unterschiedlichen Themen. Start ist am 2. Juli, 19 Uhr, zum Thema Nahversorgung und soziale Angebote im Unverpacktladen in der Anzinger Straße 3.

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