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E-Mobilität:Zorneding will ein Elektro-Lastenrad anschaffen

Bundesverkehrsminister besucht Teststrecke für vernetztes Fahren

Radeln wie der Verkehrsminister kann man bald in Zorneding. Der Gemeinderat stimmte nun für die Anschaffung eines E-Lastenrades, wie jenes, mit dem hier Andreas Scheuer unterwegs ist.

(Foto: Axel Heimken/dpa)

Soweit der Plan der Gemeinde. Um die Organisation soll sich aber jemand anderes kümmern.

Als eine "echte Alternative zum Auto" bezeichnet die Zornedinger SPD-Fraktion das sogenannte E-Lastenfahrrad. Deshalb wünschen sich die Sozialdemokraten ein solches Gefährt auch für die Kommune, und haben einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingereicht. Bei dessen jüngster Sitzung war sich das Gremium zwar überwiegend einig, dass das keine schlechte Idee ist, der Verleih-Prozess die Gemeindeverwaltung möglicherweise aber zu sehr belasten könnte. Nun ist eine Lösung in Sicht, damit die Gemeinde keinen Mehraufwand hat, die Zornedinger ihre Einkäufe aber künftig auch auf dem E-Bike erledigen können.

Das Lastenfahrrad sei ein Angebot an die Bürger für eine "alternative Mobilität", sagte Bianka Poschenrieder (SPD), die den Antrag stellvertretend für ihre Fraktion vorstellte. Das Elektrorad sieht hinten im Grunde genommen aus wie ein normales Fahrrad, hat vorne aber einen Aufbau, in dem bis zu vier Kinder Platz finden, oder laut SPD auch der Wochenend-Großeinkauf.

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Die Sozialdemokraten versprechen sich mit ihrem Vorstoß, die Straßen vom Autoverkehr zu entlasten und einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität zu leisten. "Bei diesem Projekt stehen Umweltfreundlichkeit und Klimaschonung im Vordergrund", wie es im Schreiben an die Gemeinderäte heißt. Die SPD fordert deshalb, dass die Gemeinde ihren Bürgern ein solches Fahrrad zur kostenlosen Ausleihe zur Verfügung stellt.

Die Befürchtung: "Zeitlich spürbarer Mehraufwand"

Während der Vorschlag grundsätzlich auf recht positive Resonanz im Gremium gestoßen ist, meldeten einige Gemeinderäte aber Bedenken bei der Umsetzung an. "Ich warne davor, dass die Gemeinde hier als Fuhrunternehmer auftritt", sagte etwa Hubert Röhrl (FWG). Auch Ferdinand Glasl (CSU) sprach sich dafür aus, "den Aufwand von der Gemeinde fernzuhalten". Die Verwaltung, so die überwiegende Meinung, sei ohnehin schon stark eingespannt. Sich zusätzlich um den Verleih des Fahrrads zu kümmern, sei den Angestellten deshalb kaum zumutbar. Auch Zornedings Geschäftsleiter Daniel Kommnick befürchtete einen zeitlich spürbaren Mehraufwand.

Das Gremium erklärte sich schließlich dazu bereit, das Projekt unterstützen zu wollen - vorausgesetzt es findet sich jemand, der sich darum kümmert. Und ein solcher saß dann sogar mit im Sitzungssaal. Gerhard Wolf vom Förderverein Sport und Kultur hatte bereits im Vorfeld signalisiert, sich für das Lastenbike einsetzen zu wollen. Nun bekräftigte er sein Angebot vor den Gemeinderäten: Wenn die Gemeinde ein Rad anschaffe, sei der Förderverein bereit, Ausleihe, Wartung und Versicherung zu übernehmen. "Der Gemeinde entstehen keine Personal- und laufende Kosten", so Wolf. Das hörte das Zornedinger Gremium natürlich gerne, das deshalb beschlossen hat, 3500 Euro für den Kauf eines Fahrrads locker zu machen.

Als künftiger Standort für das E-Lastenrad ist das Service-Büro am Herzogplatz vorgesehen. Zu dessen Geschäftszeiten soll man sich das Gefährt dann sichern können, einzige Bedingung: Es muss voll geladen wieder zurückgebracht werden. Zorneding ist übrigens nicht die erste Landkreis-Gemeinde, die ein Lastenfahrrad für ihre Bürger anschaffen will. In Poing ist ein solches bereits seit einiger Zeit in Benutzung - und wird laut Zornedinger SPD sehr rege angenommen.

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