Der erste Gedanke war: Da sind Diebe unterwegs gewesen, die es auf Altmetall abgesehen haben. Also am vergangenen Wochenende des Nächtens mit dem Lastwagen anfahren, Container auf den Auflieger packen und weg damit in die nächste Schmelzanlage. Nun ja, weil die alten Jacken, Hosen, Pullis, Schuhe und andere Bekleidungsstücke doch so einiges wiegen, haben sich die Ganoven vor dem Abtransport des Container-Inhaltes noch entledigt und alles auf den kleinen Containerplatz Ecke Birkenstraße, Herzog-Arnulf-Straße gekippt. Wer macht denn bitte sowas?
Am Ende seien die Nachforschungen aber in eine Richtung gegangen, die man so gar nicht auf dem Schirm hatte, sagte Zornedings Bürgermeister Piet Mayr am Telefon. Recherchen der Gemeindeverwaltung hatten nach der Anzeige des Vorfalls ergeben, dass das Rote Kreuz seine zwei weißen Altkleidercontainer ganz regulär Ende der vorigen Woche abgebaut hatte. Nur die zwei grünen Container der „Diakonia“ sind stehen geblieben, doch die waren voll.
Aufgefallen war das Fehlen der weißen Container erst, als der Platz am Wochenende mit Altkleidersäcken vermüllt wurde. Anwohner hatten auf Nachfrage beobachtet, dass ein weißer Mercedes-Lieferwagen vorgefahren sei und kurzerhand den Inhalt seines Laderaums auf den Platz gekippt und sich dann entfernt hatte. Um die Entsorgung der Altkleider haben sich Mitarbeitende der Diakonia gekümmert.
Transparenz-Hinweis: In einer ersten Version des Textes hatte gestanden, dass die beiden abgebauten Container der Diakonie gehörten. Richtig sei, dass sie dem Roten Kreuz gehörten, wie der Bürgermeister nun mitteilte. Bei der Entsorgung der Altkleider sei die Diakonie zudem den Mitarbeitern des Zornedinger Bauhofs zuvorgekommen.

