Die Gemeindebücherei Zorneding plant, einen Förderverein zu gründen. Alle Interessierten, die das Lesen in ihrem Heimatort gerne unterstützen möchten, sind deshalb zu einem Gründungstreffen am Dienstag, 21. April, um 19 Uhr in den Räumen der Bibliothek eingeladen. Durch den Verein soll die Arbeit der Bücherei ideell sowie finanziell unterstützt werden.
In der Einladung zu dem Termin heißt es: „Die Bücherei ist eine Institution mit hohem kulturellem Wert und wichtiger Funktion bei der Leseförderung.“ Finanziert wird die für alle Lesenden kostenfreie Ausleihe von der Gemeinde Zorneding, über diesen Etat werden die Bücher und anderen Medien finanziert, aber auch die Personalkosten. Doch leider könnten nicht immer alle Anschaffungen und Projekte durch öffentliche Mittel finanziert werden, schreibt die Bücherei. Deshalb sei nun die Gründung eines Fördervereins geplant.
Hintergrund ist, dass die Zornedinger Bücherei seit Kurzem allein von der Kommune getragen wird, die Kirchenstiftung Sankt Martin habe sich aus organisatorischen Gründen zurückgezogen, erklärt Marianne Battaglia, die Leiterin der Bibliothek. Das Problem: Der offizielle Etat der Ausleihe würde dadurch zwar nicht kleiner, doch nun dürfe man darüber hinaus keine Spenden mehr annehmen. Die Lösung: Durch einen Förderverein würden Spenden wieder möglich, aber auch Mitgliedsbeiträge erwirtschaftet. Die Anzahl der Beitritte sei also entscheidend für die finanziellen Möglichkeiten des künftigen Fördervereins.
Finanziert werden sollen durch den Förderverein laut Battaglia diverse „Extrawünsche“ wie eine neue Magnettafel für Tonie-Buttons oder ein gemütlicher Lesesessel samt Tischchen und Lampe. „Aber auch Lesungen wären natürlich eine schöne Sache.“ Überdies sei man natürlich immer offen für neue Ideen: „Interessierte Förderer der Bücherei sind herzlich eingeladen, Anregungen in den neuen Förderverein einzubringen.“
An Ehrenamtlichen für die Mitarbeit indes fehle es der Bücherei nicht, sagt die Leiterin. Zusätzlich zu vier Festangestellten hielten rund 20 Menschen den Betrieb am Laufen, vom Schüler bis zur Oma. „Und darüber sind wir sehr froh, unsere Ehrenamtlichen sind eine echte Bereicherung!“

