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Weihnachten und Corona: Trotzdem schön:Digitaler Adventskaffee

Waldmuseum - Hannes Müller

Hannes Müller.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Museumsleiter Hannes Müller trifft die Familie diesmal online

Von Luisa Terkowsky

Der gemeinsame Glühwein auf dem Christkindlmarkt fällt ebenso aus wie das festliche Adventskonzert oder die fröhliche Firmen-Weihnachtsfeier mit Kollegen. Corona macht in diesem Jahr vieles anders. Schön kann die Adventszeit trotzdem sein, die SZ Ebersberg hat mit Menschen aus dem Landkreis darüber gesprochen.

Eine neue Idee für die Weihnachtszeit bringt die Corona-Krise für Hannes Müller, Leiter des Museums Wald und Umwelt in Ebersberg: eine Videokonferenz mit seinen Verwandten an jedem Adventssonntag. Seine Familie lebe ohnehin in ganz Deutschland verstreut, die digitale Zusammenkunft sei somit ideal. "Die Oma ist vielleicht nicht mehr dabei wegen der Technik", sagt Müller und lacht. Dennoch scheint der gemeinsame Kaffee- oder Glühweinklatsch online die perfekte Einstimmung für die Feiertage. In dieser Zeit plant Müllers Familie, sich persönlich zu treffen, aber mit einwöchiger Selbstisolation davor.

Das Beisammensein mit der Familie ist Müller, wie er erzählt, in der Weihnachtszeit sowieso das Wichtigste. "Weihnachtsmärkte sind natürlich schön, aber auch nicht überlebenswichtig", sagt er. Trotzdem sei es toll gewesen, mit dem Wald- und Umweltmuseum beim Ebersberger Weihnachtsmarkt dabei zu sein. Hier wurden unter anderem Glühwein und der museumseigene Honig verkauft. Solche Dinge helfen natürlich auch beim Aufbauen der Weihnachtsstimmung, sagt er. Dieses Jahr wird jeder ein bisschen mehr für sich sein. Auch im Museum ist es still geworden, es hat geschlossen. Bis Genaues zu den Corona-Lockerungen vom 20. Dezember an bekannt werde, sei nicht klar ob es dieses Jahr noch einmal öffnen kann, so Müller. Dennoch freue er sich auf die Weihnachtszeit, die dieses Jahr viel ruhiger und besinnlicher ablaufen könne - und man durch die wöchentlichen Videokonferenzen dennoch irgendwie mit seinen Lieben verbringen könne.

© SZ vom 02.12.2020
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