Der gemeinsame Glühwein auf dem Christkindlmarkt fällt ebenso aus wie das festliche Adventskonzert oder die fröhliche Firmen-Weihnachtsfeier mit Kollegen. Corona macht in diesem Jahr vieles anders. Schön kann die Adventszeit trotzdem sein, die SZ Ebersberg hat mit Menschen aus dem Landkreis darüber gesprochen.
Nicht nur als "Trotzdem schön" sondern sogar als "besonders schön" schätzt Barbara Lux (), die beim Alten Kino Ebersberg für das Filmprogramm verantwortlich zeichnet, die diesjährige Adventszeit trotz Corona ein. "Ich bin kein Fan von dem Glitzerwahnsinn und dem konsumorientierten Weihnachten", sagt die Ebersbergerin. Ruhe, Besinnlichkeit und ein friedliches Zusammensein seien ihr die wichtigsten Geschenke zum Fest der Liebe. Diese magische Zeit sollte laut ihr zum Krafttanken und zur Ruhe kommen sein, vor allem nach dem stressigen Jahr 2020.
"Ich werde dieses Jahr nicht viel anders machen als die letzten Jahre", sagt sie. Plätzchen backen, voll Spannung die Türchen des selbstgebastelten Adventskalender öffnen, Pullover stricken - alles in entspannter Atmosphäre, erzählt Lux mit Vorfreude. Auch dass sämtliche Weihnachtsmärkte ausfallen, stört sie nicht sonderlich. Nur der Woidmarkt im Ebersberger Forst, der als ganz große Ausnahme sogar geöffnet ist, liegt ihr am Herzen. Sonst sei das Getümmel auf Weihnachtsmärkten nichts für sie. Außerdem, sagt sie, sei die Adventszeit sonst dermaßen hektisch, weil jeder noch Geschenke braucht. Hierbei setzt die leidenschaftliche Strickerin ohnehin lieber auf Selbstgemachtes oder auf lokales Shoppen in Ebersberg. Auch dadurch das die Veranstaltungen im Alten Kino ausfallen, wird es für sie dieses Jahr deutlich entspannter.
Nicht nur das Konsumverhalten der Menschen wird sich dieses Jahr ändern, sondern auch das Bewusstsein, vermutet Lux. Durch die Kontaktbeschränkungen, vor allem die der letzten Wochen, wird das Beisammenkommen zur Heiligen Nacht umso kostbarer. "Wenn man das Weltgeschehen betrachtet ist man doch recht dankbar über seine Situation", so Lux. Dazu werde einem bewusst, dass es nicht selbstverständlich war, welche Möglichkeiten wir die letzten Jahre zu Weihnachten hatten. Dennoch kann es eine besinnliche Zeit werden, ein Aufatmen in die Corona-Masken sozusagen. Dazu kann man sich nun auf das Wesentliche an Weihnachten konzentrieren.