Für manche geht eine Vorweihnachtszeit ohne „Der kleine Lord“ gar nicht, andere lesen jeden Abend in der „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens. Die SZ Ebersberg hat für ihre diesjährige Adventsserie Menschen aus dem Landkreis gefragt, worauf sie im Dezember nicht verzichten können.
Familientraditionen werden in der Regel durch Eltern oder Großeltern begründet, manchmal gibt es sie schon seit Generationen. Anders bei Paul Füchsl. Das Ritual, das für den gebürtigen Baldhamer untrennbar mit der Weihnachtszeit verbunden ist, hat der Filmstudent nämlich selbst kreiert.

Seit einigen Jahren nämlich schaut sich der heute 22-Jährige immer ein paar Wochen vor Weihnachten mit seiner zwei Jahre älteren Schwester „Office Christmas Party“ an. In dieser Hollywood-Komödie mit Jennifer Aniston und Jason Bateman geht es um eine Weihnachtsfeier, die völlig ausartet.
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Die Angestellten einer Unternehmensniederlassung, die kurz vor der Pleite steht, wollen ihre Arbeitsplätze retten, „indem sie Kunden mit der coolen Stimmung in ihrem Büro überzeugen. Dafür schmeißen sie eine große Weihnachtsfeier, die am Anfang leider total spießig und langweilig ist“, fasst Füchsl den Inhalt kurz zusammen. Dann aber passiere etwas – was, wird natürlich nicht verraten – „und alles dreht sich komplett“.
Der bereits mit diversen Preisen bedachte Füchsl, seit September Student an der Filmakademie Baden-Württemberg (FABW), sieht den Streifen natürlich auch unter professionellen Gesichtspunkten: „Comedy zu schneiden ist immer tricky, da bestimmt man sehr viel über den Takt der Szene und das entscheidet, ob der Humor funktioniert oder nicht. Das, in Kombi mit sehr witzigem Schauspiel – vor allem von T.J. Miller und Kate McKinnon, die zwei machen den Film aus! - ist sehr gut gemacht.“

So gut, dass er immer wieder über die Gags der Büroweihnachtsfeier lachen könne, wenn er mit der Schwester im Wohnzimmer der Familie auf dem Sofa sitze – was nicht nur zur Weihnachtszeit der Fall ist. Beide lieben Serien wie etwa „Friends“.
Zum Weihnachtsfilmritual gehört auch die Pizza vorweg – und ein ganz wichtiger Begleitumstand: „Dass die Eltern nicht mitschauen. Denn der Film hat Teile, die nicht ganz jugendfrei sind.“ Wer will da schon Mama und Papa dabeihaben ... Wer also eine sturmfreie Bude hat, sollte sich diesen Streifen nicht entgehen lassen. Füchsls Fazit: „Superlustig, toll und weihnachtlich, obwohl es nicht der typische Weihnachtsfilm ist.“

