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Wasserversorgung:Dritter Brunnenstandort für Aßling steht fest

Als die Zahlen für den Brunnenbau Nummer Drei in Aßling zur Sprache kamen - insgesamt 350 000 Euro - fragte man im Gemeinderat kurz nach einer Alternative. Ob man statt dem neuen Brunnen nicht größere Wasserspeichertanks errichten könne? Doch Hydrogeologe Werner Knorr und der gemeindliche Wasserexperte Karl-Heinz Donauer verneinten. In solchen Hochbehältern müsse immer ausreichend Fluktuation herrschen, sonst bilden sich Keime - und diese sei nur in kleineren Tanks gewährleistet. Also doch der neue Brunnen.

Von Ende Juli bis Anfang September führte das Ingenieurbüro Knorr aus München eine Versuchsbohrung beim Aßlinger Ortsteil Ast durch, gleich in der Nähe von Brunnen I und II der Gemeinde. Das Ergebnis wurde nun im Gemeinderat vorgestellt: "Der ausgewählte Standort ist sehr geeignet", so Werner Knorr. Es handle sich um das gleiche Wasser, das von den anderen beiden Brunnen gefördert werde, die genehmigte Wassermenge werde nicht angegriffen. Sollte man sich dazu entscheiden, den Brunnen zu bauen, so der Fachmann weiter, plane man immer nur zwei von drei Brunnen gleichzeitig laufen zu lassen, und diese stets abwechselnd. Die Kosten für die Probebohrung lagen bei 49 000 Euro, die Gesamtmaßnahme - von Test bis Inbetriebnahme - wird sich wohl auf rund 350 000 Euro belaufen. Damit könnte das Projekt etwa 50 000 Euro teurer werden als Bürgermeister Hans Fent (parteilos) im Juni geschätzt hatte. Klar ist aber auch: "Bei dem Bau handelt es sich um eine Investition für 80 bis 100 Jahre", so der Hydrogeologe, es sei ein Generationenprojekt. Bisher erfolgt die Wasserversorgung Aßlings durch zwei Quellen beim Kupfgraben und die bestehenden Brunnen.

© SZ vom 15.10.2020 / NATS
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