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Viel Arbeit für die Helfer:Wasser stopp!

Dauerregen führt im Landkreis zu Feuerwehreinsätzen

Eigentlich wäre ja jetzt die Jahreszeit, in der man sich bei angenehmen Temperaturen dem feucht-fröhlichen Vergnügen im Freibad widmet. Doch feucht kommt es in diesen Tagen einzig vom Himmel herunter - und das stimmt nur die wenigsten fröhlich. Allen voran die Feuerwehren, die in der Nacht auf Dienstag alle Hände voll zu tun hatten. Es sei zwar nicht flächendeckend zu Überschwemmungen gekommen, vor allem im Süden hätten die Wehren aber einige Einsätze zu bewältigen gehabt, sagt Kreisbrandrat Andreas Heiß. "Das zieht sich wie eine Achse von Ebersberg nach Aßling."

Der Schwerpunkt sei Heiß zufolge die Stadt Grafing gewesen, wo neben einigen Kellern auch der Volksfestplatz - auf dem sich die Schausteller bereits für den Festauftakt an diesem Freitag rüsten - abgepumpt werden musste. Insgesamt 22 Alarmierungen habe es landkreisweit bis Dienstagmittag gegeben, sagt Heiß. "Gott sei Dank war bis jetzt aber nichts Schlimmeres dabei." In der Zeit zwischen 5 und 9 Uhr seien die meisten Einsätze zu verzeichnen gewesen. Dabei mussten auch in Moosach und Oberpframmern Keller ausgepumpt werden. Im Landkreisnorden dagegen war die Lage dem Brandrat zufolge entspannt. Das bestätigt auch Tobias Bönte, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Anzing, die zu keinem einzigen Einsatz gerufen wurde.

Davon hätten deren Ebersberger Kollegen nur träumen können, vorausgesetzt sie wären in der Nacht auf Dienstag ins Bett gekommen. Aber wie Kommandant Uli Proske sagt, sei man seit Mitternacht fast ununterbrochen unterwegs gewesen. Neben einigen vollgelaufenen Kellern machte den Helfern auch ein überfluteter Pferdestall zu schaffen. Die dort untergebrachten Tieren hätten laut Proske aber keine feuchten Füße bekommen, denn mit der Hilfe eines Landwirtes habe man das Wasser rechtzeitig abpumpen können. Für die Ebersberger Wehr waren dem Kommandanten zufolge im Schnitt 15 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs.

Von den Regenfällen verschont geblieben sind - Stand Dienstagmittag - die Polizeiinspektionen in Ebersberg und Poing. Bei keiner der beiden Dienststellen sei es aufgrund der Wetterlage zu mehr Unfällen gekommen. Auch das Markt Schwabener THW konnte ihre Fahrzeuge in der Garage lassen. "Bis dato haben wir noch keine Einsätze", sagt Pressesprecher Timo Ehrsam am Dienstagmittag.

Dennoch wird Tief "Axel" die Einsatzkräfte im Landkreis noch eine Weile beschäftigen, denn die Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor "ergiebigen Dauerregen" gilt noch bis zum frühen Mittwochmorgen. Erst dann soll sich die Lage entspannen.