Vaterstetten und andere Kommunen:Gemeinsam gegen Greensill-Bank

26 Kommunen, darunter auch Vaterstetten, wollen sich im Greensill-Fall zusammenschließen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Gebietskörperschaften haben sich am Montag auf ein abgestimmtes juristisches Vorgehen geeinigt und bereiten eine gemeinsame Vertretung ihrer Interessen vor, wie sie nun in einer Pressemitteilung informieren. Die drohende Insolvenz der Greensill Bank bedroht die dort getätigten Anlagen der öffentlichen Hand - allein in Vaterstetten könnte es um 5,5 Millionen Euro gehen.

Während private Anlegerinnen und Anleger durch die so genannte Einlagensicherung geschützt sind, könnten verschiedene Kommunen, zwei kommunale Eigenbetriebe sowie weitere öffentliche Stellen leer ausgehen. Den 26 Kommunen ist gemeinsam, dass sie noch bis in das laufende Jahr hinein ihre zumeist kurz-bis mittelfristig anzulegenden liquiden Mittel auf Konten der Bremer Bank als sicher ansahen. Bis zum Schluss besaß Greensill ein gutes Rating. Von den offenbar seit Monaten laufenden Untersuchungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in Richtung Greensill erfuhren die zuständigen Finanzverantwortlichen zu spät. Nun droht sogar der mögliche Totalverlust. Die betroffenen Kommunen beabsichtigen, sich für das Insolvenzverfahren zusammenzuschließen, um aus einer vorhandenen Insolvenzmasse zumindest noch Teile ihrer Anlagen zurückzuerhalten. Darüber hinaus sollen Haftungsansprüche gemeinschaftlich geprüft werden. Die Bafin hatte am 3. März gegen die Greensill Bank wegen einer drohenden Überschuldung ein Zahlungsmoratorium verhängt. Am Montag wurde nun auch ein Insolvenzantrag durch die Bafin beim zuständigen Bremer Amtsgericht gestellt.

© SZ vom 18.03.2021 / SZ
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