Nach zweijähriger Elternzeit kehrt Gina Angelucci voller Elan an ihren Arbeitsplatz in der Cold-Cases-Abteilung der Münchner Polizei zurück. Die Ehefrau von Kommissar Dühnfort, der sich nun seinerseits um die kleine Chiara kümmert, will unbedingt klären, warum die Knochen von zwei Menschen siebzig Jahre lang auf einem Kiesablageplatz lagen statt auf dem Friedhof. Dabei führen die Recherchen Angelucci tief hinein in die Geschichte der Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs. Doch nicht nur die Vergangenheit spielt eine wesentliche Rolle in dem spannenden Roman, auch die Gegenwart lässt durch eine konkrete Bedrohung für die Familie der Beamtin den Adrenalinspiegel der Lesenden steigen.
"Unbarmherzig" von Inge Löhnig ist weder "gemütlich" noch ein "Regiokrimi", selbst wenn sich das reale Vorbild für die fiktive Heeresmunitionsanstalt des Buches in der Gemeinde Hohenbrunn befindet. Stattdessen legt die Autorin den Finger in so manche Wunde. Außerdem greift die zweifache Mutter ein Thema auf, vor dem sich viele Schriftsteller scheuen: Die Tochter des Polizistenehepaars hat das Downsyndrom. Natürlich tut dies der Liebe ihrer Eltern keinen Abbruch, dennoch lässt Löhnig die Herausforderungen anklingen, die diese besondere Situation mit sich bringt.
Seit mehr als zehn Jahren erobert die studierte Grafikdesignerin nach ihrer Tätigkeit in der Werbebranche nun mit Büchern für Erwachsene und Jugendliche die Bestsellerlisten. Ein Erfolgsweg, den sie seit Kurzem unter dem Namen Ellen Sandberg mit Spannungsromanen aus dem Bereich Familie fortsetzt. Am Freitag, 13. März, ist Inge Löhnig zu Gast in der Gemeindebücherei Vaterstetten, wo sie aus "Unbarmherzig" lesen wird. Wer also noch kein Weihnachtsgeschenk hat, könnte dieses Manko elegant so lösen: Buch plus Autorinnenbegegnung. Tickets gibt es direkt in der Bücherei (Telefon: 08106/383-290, Johann-Strauß-Straße 37, 85598 Baldham) sowie bei allen Vorverkaufsstellen von München Ticket oder im Internet unter: www.muenchenticket.de.
