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Kommunalwahl 2020:Vaterstettens SPD nominiert Maria Wirnitzer als Kandidatin

Maria Wirnitzer will Bürgermeisterin werden.

(Foto: Privat)

Die 56-Jährige tritt bei der Bürgermeisterwahl für die Sozialdemokraten an. Sie bekommt es mit drei Mitbewerbern zu tun.

Die Zahl der Bewerbungen um das höchste Amt in der Großgemeinde Vaterstetten steigt weiter. Nun hat sich der Vorstand der SPD Vaterstetten einstimmig für Maria Wirnitzer als Bürgermeister-Kandidatin für die Kommunalwahl 2020 ausgesprochen. Folgt die Mitgliederversammlung dem Vorschlag und nominiert Wirnitzer, hat sie es mindestens mit drei Mitbewerbern zu tun. Bereits sicher ist, dass die beiden Gemeinderäte Roland Meier für die Freien Wähler und Leonhard Spitzauer für die CSU ins Rennen gehen. Auch die FDP will antreten, hier steht aber noch ein internes Votum zwischen dem Ortsvorsitzenden Klaus Willenberg und Petra Rawe, Beisitzerin im Ortsvorstand, aus. Mit wem die Grünen antreten, ist noch offen.

Gegen die Konkurrenz an der Urne will sich Wirnitzer mit einem klaren Bekenntnis für mehr Bürgerbeteiligung durchsetzen: "Als Bürgermeisterin für alle möchte ich die Zukunft der Gemeinde Vaterstetten nicht Investoren und Bauträgern überlassen sondern gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern gestalten." Inhaltlich setzt sie auf den Erhalt des Gartenstadtcharakters in der Gemeinde, bezahlbare Wohnungen für dringend benötigte Fachkräfte etwa in der Kinderbetreuung und ein nachhaltiges Energie- und Verkehrskonzept.

Maria Wirnitzer, 56, ist selbständige Landschaftsarchitektin und lebt mit ihrer Familie seit 25 Jahren in Baldham. In der Zeit hat sie sich ehrenamtlich unter anderem beim Bund Naturschutz, dem Gartenbauverein, der Agenda 21 und im Vorstand des Wasserverbandes Baldham engagiert. Sie habe damit "sichtbare Akzente für eine ökologische und sozial verantwortliche Entwicklung der Gemeinde gesetzt", loben SPD-Ortsvorsitzende Kristina Kleinmagd-Kalteis und SPD-Fraktionschef Sepp Mittermeier in der Pressemitteilung zur Kandidatur Wirnitzers.

Beide verweisen auf Wirnitzers Erfahrung. Sie ist seit 2014 Gemeinderätin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, "eine engagierte, aufgeschlossene und mit den Abläufen in der Gemeinde vertraute Kandidatin", so Kleinmagd-Kalteis. Mittermeier betont: "Maria Wirnitzer weiß, wie Kommunalpolitik funktioniert, und deshalb ist es folgerichtig, sie zu nominieren."

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Im Gemeinderat hat Maria Wirnitzer in den vergangenen fünf Jahren einige Anträge ein- und oft mit großer Mehrheit durchgebracht. Auch hier ging es oft um die Themen Lebensqualität und Erhaltung des Ortsbildes. So wurde etwa erst im Juli einstimmig ein Antrag Wirnitzers für mehr Parkbänke in der Gemeinde beschlossen.

Einen großen Erfolg konnte die SPD Ende 2017 mit einem maßgeblich von Wirnitzer auf den Weg gebrachten Projekt verzeichnen: Der Freiflächengestaltungssatzung. Hinter dem etwas sperrigen Wort verbirgt sich ein Katalog an Gestaltungsvorschriften, womit die Gemeinde verhindern will, dass aus dem einst als "Gartenstadt" gerühmten Vaterstetten eine Siedlung voller Mauern, Palisaden und Gabionenwänden wird.

© SZ vom 17.08.2019/koei
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