Donnerstagabend in VaterstettenJugendliche ballern mit Schreckschusspistole herum

Wer eine Schreckschusspistole führen will, braucht einen sogenannten „kleinen Waffenschein“. Den hatten zwei junge Männer, die am Donnerstag in Vaterstetten mit einer solchen Pistole herum geballert haben, nicht (Symbolfoto).
Wer eine Schreckschusspistole führen will, braucht einen sogenannten „kleinen Waffenschein“. Den hatten zwei junge Männer, die am Donnerstag in Vaterstetten mit einer solchen Pistole herum geballert haben, nicht (Symbolfoto). Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dp

Die Polizei geht zuerst von einer echten Waffe aus und leitet eine größere Fahndung ein. Für die Nutzer und den Besitzer der Waffe kann die Sache teuer werden.

Mehrere Jugendliche haben am Donnerstagabend einen größeren Polizeieinsatz in Vaterstetten ausgelöst. Die jungen Männer wurden dabei beobachtet, wie sie gegen 22 Uhr in der Nähe eines Spielplatzes an der Baldhamer Straße mit einer Pistole viermal in die Luft schossen, schreibt die Polizeiinspektion Poing in ihrem Bericht.

Da anfangs nicht klar war, ob es sich um eine echte Waffe handelte, fahndeten in Vaterstetten mehrere Streifen der umliegenden Dienststellen nach den Jugendlichen. Diese – alle aus der Gemeinde Vaterstetten – konnten nach etwa einer halben Stunde gefunden werden. Ein 17-Jähriger aus der Gruppe hatte eine geladene Schreckschusspistole dabei. Diese gehörte einem 19-jährigen Bekannten des 17-Jährigen und wurde von den Beamten beschlagnahmt.

Keiner der beiden jungen Männer hat einen zum Führen einer solchen Pistole nötigen kleinen Waffenschein, daher wurden sie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Außerdem müssen sie wegen der Weitergabe der Waffe an einen Minderjährigen beziehungsweise das öffentliche Herumballern mit einem Bußgeld rechnen.

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