Eine verschobene Baustellenwand hat am Mittwoch auf der A94 bei Parsdorf gleich zweimal erhebliche Verkehrsbehinderungen ausgelöst. Ursache war jeweils, dass die sogenannte Schutzgleitwand im Baustellenbereich der A 94 in Richtung Passau von einem Auto angefahren und auf die Gegenspur gedrückt wurde.
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 8.40 Uhr, wie die Verkehrspolizeiinspektion Hohenbrunn mitteilt. Demnach wurde das Fahrzeug eines 65-Jährigen, der Richtung Passau unterwegs war, im Baustellenbereich unmittelbar nach der Anschlussstelle Parsdorf, von einem unbekannten Auto überholt. Dieses scherte anschließend zu knapp ein, so dass der 65-Jährige ausweichen musste, wodurch er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Dieses prallte dann gegen die linksseitige Schutzgleitwand, welche einen einzelnen Fahrstreifen in Richtung München abtrennt. Die Wand wurde derart verschoben, dass für den Verkehr in Richtung München kein weiteres Vorankommen möglich war.
Beim Versuch, die Wand zurückzuschieben, brach sich ein Lastwagenfahrer das Handgelenk
Knapp zwei Stunden später konnte mit Hilfe der Autobahnmeisterei Hohenbrunn die Schutzwand wieder gerade gerückt werden und der Verkehr seine Fahrt fortsetzen. Der 65-Jährige wurde nach Polizeiangaben leicht verletzt, das überholende Auto setzte seine Fahrt fort, ohne sich um den Unfall zu kümmern. Personen, die das Geschehen beobachten konnten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (08102) 74450 mit der VPI Hohenbrunn in Verbindung zu setzen.
Gegen 13.40 Uhr fuhr eine 34-Jährige fast im selben Bereich versehentlich in das rechtsseitige Bankett und verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Dieses wurde nach links geschleudert, touchierte hierbei ein weiteres Auto und prallte anschließend gegen die Schutzgleitwand. Diese wurde abermals in den Gegenverkehr geschoben, sodass der dortige Verkehr erneut zum Erliegen kam. Ein Lastwagenfahrer brach sich anschließend die Hand bei dem Versuch, die Schutzwand zurückzuschieben. Der Rettungsdienst versorgte den Mann.
Die Autobahnmeisterei Hohenbrunn war durch den Vormittag bereits geübter und konnte das Verkehrschaos nach knapp einer Stunde wieder bereinigen. Im Einsatz waren außerdem die Feuerwehren Parsdorf und Vaterstetten. Den gesamten Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 23 000 Euro.

