Eine Aufführung, die Theater, Tanz und Musik sowie Jugendliche unterschiedlicher Herkunft miteinander verbindet, kann man am Donnerstag, 30. April, um 18 Uhr in der Grund- und Mittelschule Vaterstetten erleben. Unter dem Titel „Spektrum Zeit“ treffen Mittelschüler auf Talente der beiden Musikschulen in Vaterstetten und der Partnerstadt Trogir, Kroatien. Sie alle präsentieren in der Aula ihre künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Thema „Zeit“. Der Eintritt ist frei.
Im alljährlichen Tanz- und Theaterprojekt an der Karl-Böhm-Mittelschule Vaterstetten haben Schülerinnen und Schüler der achten Klassen diesmal eine Inszenierung des Romans „Momo“ von Michael Ende erarbeitet, der sich auf poetische Weise mit der Wahrnehmung und dem Wert von Zeit auseinandersetzt. Unter der professionellen künstlerischen Leitung des Münchner Regisseurs Philipp Jescheck und der Choreografin Barbara Galli-Jescheck stand dabei aber nicht nur die literarische Vorlage im Mittelpunkt, sondern vor allem die Lebenswelt der Jugendlichen selbst. In der Ankündigung heißt es: „Ziel des Projekts war es, zentrale Themen des Werkes, insbesondere die Kraft echten Zuhörens, aus eigener Erfahrung heraus zu erschließen.“

Die Geschichte von Momo erzählt davon, wie ein offenes, wertfreies Gegenüber Menschen dazu befähigt, ihre Gedanken zu ordnen und sich mitzuteilen. Diese Idee sei im Probenprozess lebendig erfahrbar geworden, schreibt die Schule. Zum Beispiel habe ein Schüler einen Text spontan abgewandelt. Aus der ursprünglichen Aussage, dass jeder Mensch auf besondere Weise wichtig für die Welt sei, wurde der Satz: „Ihr seid alle einzigartig.“
Die musikalischen Beiträge aus Vaterstetten und Trogir greifen Stimmungen und Emotionen der Inszenierung auf und treten mal zart und verträumt, mal ausgelassen, mal gesungen, mal instrumental in einen lebendigen Dialog mit den Szenen auf der Bühne. Die Zusammenarbeit sei geprägt von gegenseitiger Unterstützung und künstlerischem Austausch: „Die Beteiligten geben einander den Raum, sich auszudrücken und zu glänzen.“ Der Verein „Partnerschaft mit Trogir“ versteht Vielfalt als große Stärke und möchte mit Projekten wie dieser künstlerischen Begegnung gegenseitiges Verständnis und damit auch die Demokratie fördern.

