ErmittlungenBabysitter soll in Vaterstetten Kinder missbraucht haben

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Als pädagogische Hilfskraft im Bereich der Kinderbetreuung war der Mann zuletzt tätig. Die Taten, die ihm nun vorgeworfen werden, sollen sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstreckt haben (Symbolbild).
Als pädagogische Hilfskraft im Bereich der Kinderbetreuung war der Mann zuletzt tätig. Die Taten, die ihm nun vorgeworfen werden, sollen sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstreckt haben (Symbolbild).
Julian Stratenschulte/dpa
  • Ein 26-jähriger Kinderbetreuer sitzt seit April in Untersuchungshaft wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von vier Kindern in Vaterstetten.
  • Die Taten sollen sich zwischen September 2022 und September 2024 während seiner Tätigkeit als pädagogische Hilfskraft ereignet haben.
  • Die Nachbarschaftshilfe Vaterstetten stellte die Zusammenarbeit mit dem Mann im September 2024 nach Hinweisen der Kriminalpolizei sofort ein.
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Die Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen in vier Fällen. Bereits seit April sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Von Barbara Mooser, Vaterstetten

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Eigentlich sollte der junge Mann auf die ihm anvertrauten Kinder gut aufpassen. Doch Ermittlungen legen nun den Verdacht nahe, dass er stattdessen einigen von ihnen Schlimmes angetan hat: Ein 26-Jähriger soll in Vaterstetten Babys und Kleinkinder sexuell missbraucht haben, für deren Betreuung er als pädagogische Hilfskraft zuständig war. Bereits seit Anfang April befindet er sich daher in Untersuchungshaft, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München II auf Anfrage bestätigt.

Konkret wird in vier Fällen ermittelt, dem Mann wird sexueller Missbrauch beziehungsweise schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Weil er die Kinder auch gefilmt haben soll, wird auch wegen Herstellens kinderpornografischer Schriften und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen ermittelt. Zuerst hatte Focus online über den Fall berichtet.

Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft war der Mann zuletzt pädagogische Hilfskraft im Bereich der Kinderbetreuung. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sei von vier betroffenen Kindern auszugehen, wobei es bei drei der vier Kinder zu sexuellen Missbrauchshandlungen und bei einem der Kinder nur zu Bildaufnahmen gekommen sein soll. Die Taten sollen sich zwischen September 2022 und September 2024 „in Ausübung seiner Hilfstätigkeit zugetragen“ haben. Wo genau diese Hilfstätigkeiten ausgeübt wurden, dazu gibt es beim derzeitigen Stand des Verfahrens keine näheren Auskünfte von der Staatsanwaltschaft.

Fest steht, dass der Mann bei der Nachbarschaftshilfe Vaterstetten, Zorneding, Grasbrunn tätig war. Die Organisation hatte am Dienstagvormittag schon vor Veröffentlichung der Vorwürfe eine Pressemitteilung herausgegeben und über eine frühere Zusammenarbeit mit dem Mann informiert. Nach Angaben von Geschäftsführer Oliver Westphalen war der 26-Jährige von Juli 2018 bis September 2024 bei der Nachbarschaftshilfe gemeldet. Er habe „gelegentliche Einsätze im Bereich der Kinderbetreuung und des Ferienprogramms“ gehabt.

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Die Nachbarschaftshilfe selbst wurde eigenen Angaben zufolge im September 2024 von der Kriminalpolizei über „schwerwiegende Verdachtsmomente“ informiert. Diesen Hinweis habe man sehr ernst genommen. Unverzüglich habe man die Zusammenarbeit mit dem Mann eingestellt. Bei der Einrichtung betont man, dass es zuvor keinen Grund gab, Misstrauen gegen ihn zu hegen. Zum Zeitpunkt der Einstellung habe er ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt, wie es für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgeschrieben ist. Das Dokument sei „ohne jegliche Eintragungen“ gewesen.

„Bis zur Information durch die Kriminalpolizei bestanden keinerlei Hinweise auf entsprechende Verdachtsmomente. Ob und inwieweit es einen Bezug zu seiner Tätigkeit bei der NBH gibt, entzieht sich unserer Kenntnis“, heißt es in der Pressemitteilung der Nachbarschaftshilfe. Die Organisation arbeite „vollumfänglich und transparent mit den ermittelnden Behörden zusammen“, werde aber nicht über den jeweiligen Ermittlungsstand informiert.

Die Nachbarschaftshilfe verweist außerdem auf ihr Kinderschutzkonzept, das ständig aktualisiert werde. Zudem verlange man von allen Helfern und Mitarbeitenden die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses und schule die Beschäftigten regelmäßig zu den Themen Kindeswohl und Kinderschutz. „Der Schutz von Kindern hat für die Nachbarschaftshilfe oberste Priorität“, heißt es in der Pressemitteilung.

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