Energiewende:Wenn der Boom zum Bumerang wird

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Eine Brennstoffzellenheizung ist eine gute Sache - wenn sie denn laufen würde. Doch das Baldhamer Ehepaar Annette und Herbert Frey wartet seit fast einem Jahr darauf, dass die Anlage in Betrieb genommen wird. (Foto: Christian Endt)

Herbert Frey aus Baldham hat viel Geld in die Hand genommen, um sich eine Brennstoffzellenheizung in sein Haus einbauen zu lassen. Eigentlich könnte die Familie dadurch autark leben, stattdessen wartet sie seit fast einem Jahr darauf, dass die Anlage angeschlossen wird. Wegen der vielen Anfragen kommt der Netzbetreiber nicht mehr hinterher.

Von Andreas Junkmann, Vaterstetten

Herbert Frey besitzt etwas, um das ihn wohl viele Menschen in der aktuellen Situation beneiden werden: eine nagelneue Brennstoffzellenheizung. Mit dieser Anlage im Keller seines Hauses könnte der Baldhamer was den Strom angeht völlig autark leben, wäre also unabhängig von den derzeit explodierenden Marktpreisen. Nun wollen Konjunktiv und Energiewende aber nicht so recht zusammenpassen, was auch Herbert Frey in den vergangenen neun Monaten feststellen musste: Zwar steht die Anlage seit Frühjahr 2022 betriebsbereit an Ort und Stelle, der Baldhamer wartet allerdings noch immer darauf, dass das Bayernwerk diese tatsächlich ans Netz nimmt. Und so zahlen die Freys auch weiterhin Stromrechnung um Stromrechnung.

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