Gleich zwei Unfälle verursacht hat eine Autofahrerin am Freitagnachmittag in Vaterstetten und dann versucht, sich vor der Polizei zu verstecken. Wie es im Pressebericht heißt, hatte zunächst eine Zeugin bei der Inspektion gemeldet, dass ein Auto im Bereich der Alten Poststraße eine Holzkonstruktion aus einem Baum und zwei massiven Pfählen umgefahren habe, die der Verkehrsberuhigung dienten.
Als eine Streife an der Örtlichkeit eintraf, stellten die Beamten fest, dass ein Anwohner, der gerade den Gehweg gereinigt hatte, von dem umstürzenden Baum am Rücken verletzt worden war. Bis auf etliche Fahrzeugteile, die auf einen weißen Wagen schließen ließen, gab es zunächst keinerlei Hinweise zum Verursacher.
Kurz darauf wurde gegen 16.10 Uhr am Kotterweg ein weiterer Unfall durch Passanten gemeldet. Dort fanden die Beamten einen an der Front rechts stark beschädigten Wagen vor. Die Fahrerin mittleren Alters zeigte laut dem Pressebericht ein deutlich auffälliges Verhalten, gab jedoch an, nur gegen einen Stein gefahren zu sein. Ein von den Beamten angeordneter Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 0,96 Promille an. Bei der Kontrolle ihrer Dokumente fiel zudem auf, dass die Fahrerin nicht im Besitz einer gültigen deutschen Fahrerlaubnis war.
Wegen der Schäden am Auto erkannte die Streife schnell, dass die Frau auch an dem vorhergehenden Unfall beteiligt war, was sie schließlich einräumte. Ihr Fahrzeug wurde sichergestellt, eine Blutentnahme folgte. Die Frau erwartet nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkohols, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, fahrlässiger Körperverletzung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

