Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Freitag gegen 17.35 Uhr auf der A94 Richtung Passau ereignet. Ein 31-jähriger Motorradfahrer erlitt dabei schwere Verletzungen.
Wie die Polizei berichtet, war der Münchner Motorradfahrer mit erhöhter Geschwindigkeit in der Anschlussstelle Parsdorf unterwegs. Der Fahrer eines Gespanns aus Auto und Anhänger wollte auf den Fahrstreifen des Motorradfahrers wechseln, bemerkte ihn aber noch und wechselte sofort wieder zurück. Zu einem Zusammenstoß kam es laut Polizei also nicht. Dennoch verlor der Motorradfahrer nach Aussagen einiger Zeugen die Kontrolle über sein Fahrzeug, stürzte, und blieb auf der Fahrbahn liegen. Ein medizinisch versierter Ersthelfer kontaktierte umgehend den Notruf und begann mit lebenserhaltenden Maßnahmen am verunglückten Motorradfahrer.
Der 31-Jährige konnte nach Polizeiangaben vor Ort reanimiert werden und wurde schwer verletzt mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ein Rettungshubschrauber musste zwischenzeitlich in der Einfahrt der Anschlussstelle Parsdorf landen.
„Was letztendlich unfallursächlich war, wird über einen Gutachter geklärt werden müssen. Das Motorrad wurde hierfür auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sichergestellt“, schreibt die Polizei in ihrem Pressebericht. Der Schaden am Motorrad und an der Leitplanke wird auf etwa 10 000 Euro geschätzt.
Die Ausfahrt Parsdorf war nach dem Unfall für etwa vier Stunden gesperrt. Die Einfahrt in Richtung Passau wurde nach zwei Stunden wieder freigegeben.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Parsdorf-Hergolding und Poing sowie ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und der Rettungshubschrauber. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Parsdorf-Hergolding lösten die Ersthelfer ab und versorgten den Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Kräfte aus Poing übernahmen die Verkehrsabsicherung und die Sperre der Ausfahrt Parsdorf. Auch die Autobahnmeisterei Hohenbrunn war hier im Einsatz. Zudem war ein ehrenamtlicher Unfallbetreuer vor Ort, der sich um die Unfallbeteiligten kümmerte.

