Tierschutzverein:Tierfreunde kennen keinen Feierabend

Evelyn Bauer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Ebersberg, zieht eine positive Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr

Ein erfolgreiche Zeit liegt hinter Evelyn Bauer, der Vorsitzenden des Tierschutzvereins, und ihren Mitgliedern. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung zog sie ein Resümee über die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Jahr, das zugleich auch das erste Vollgeschäftsjahr der neuen Fundtierauffangstation war. Neben den Ausgaben in Höhe von 183 000 Euro konnte der Verein demnach Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, kommunalen Fundtierpauschalen und Spenden in Höhe von 185 000 Euro vorweisen.

Dies ergab laut Bauer für das Jahr 2015 immerhin einen kleinen Überschuss von 2000 Euro. "Mein Dank gilt in erster Linie unseren Spendern, die uns durch ihre Zuwendungen ermöglicht haben, das dringend benötigte Vorratshäuschen zu errichten", sagte Bauer. Auch die Anzahl der Katzenzimmer habe man durch die Spenden steigern können. Zudem lobte die Vorsitzende "die erfolgreich mit allen Gemeinden des Landkreises abgeschlossene Zweckvereinbarung", die das ihre dazu beitrage, dass der Verein mit den vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen in Zukunft gut arbeiten könne.

Leider, so fuhr Bauer bei der Versammlung fort, sei dem Verein in der Vergangenheit vorgeworfen worden, man habe bei der Finanzaufstellung die Folgekosten der Fundtierauffangstation "vergessen". Dies entspreche jedoch nicht den Tatsachen; der Fokus lag laut Bauer von Anfang an auf einer transparenten Darstellung der Kosten. "Wir hoffen aber, dass durch unsere Aufklärungsarbeit inzwischen in allen Rathäusern das Bewusstsein dafür angekommen ist, dass die Fundtierunterbringung eine kommunale Verpflichtung ist, die den Tierheimen zu entgelten ist." Wesentliche Kostenfaktoren seien neben den Betriebskosten des Tierheims die Aufwendungen für Tierarzt, Futter und Hygiene.

Im Nachgang bedankte sich die Vorsitzende bei ihren Teamkollegen sowie bei den ehrenamtlichen Helfern, die "unermüdlich und zuverlässig" dazu beitragen, dass die vielen Aufgaben rund um das Hauptgeschehen im Tierheim reibungslos funktionieren. Schließlich bekomme man über Tierfreunde und die Polizei praktisch zu jeder Tages- und Nachtzeit Fundtiere, die auch nachts bei ihrem Eintreffen sofort versorgt werden müssten. Die Helfer würden deshalb ehrenamtlich zahlreiche Fahrten zu Tierärzten bewältigen, da bislang leider immer noch die Mittel für die Fertigstellung des Tierarztzimmers vor Ort fehlen. Für sie gilt eben: "Tierschutzarbeit kennt keinen Feierabend."

© SZ vom 04.05.2016 / sz
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