SZ-Serie: Das erste Jahr:Der Macher von Moosach

100 Tage Bürgermeister - Moosach Michael Eisenschmid

Das Moosacher Rathaus ist seit knapp einem Jahr der Arbeitsplatz von Michael Eisenschmid, trotz Corona ist dort einiges vorangekommen.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Trotz Pandemie startet Neu-Bürgermeister Michael Eisenschmid gleich voll durch

Von Esther Lärmer, Moosach

Corona hat die kleine Gemeinde Moosach im Südwesten des Ebersberger Landkreises zumindest nicht komplett stillgelegt. Nur das Vereinsleben ist wie überall stark von der Pandemie betroffen. Die politische Arbeit aber konnte Neu-Bürgermeister Michael Eisenschmid (CSU/Moosacher Bürger) indes mit frischem Elan aufnehmen. Wie viele seiner Amtskollegen im Landkreis, hat Eisenschmid gerade sein erstes Jahr als Gemeindeoberhaupt hinter sich. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

Projekte, wie die Planung des Hochwasserschutzes oder die des Kinderhauses, laufen bereits und wurden unter der Regie des neuen Bürgermeisters fortgesetzt. Der Ausbau des Glasfasernetzes ist dagegen schon abgeschlossen. Norbert Probul von der Unparteiischen Wählergemeinschaftaus sagt dazu, die politische Arbeit laufe "für die derzeitigen Rahmenbedingungen" überraschend gut. Vieles werde parallel bearbeitet und er habe nichts zu meckern. Natürlich gebe es immer mal wieder Diskussionen, die jedoch konstruktiv und notwendig seien, so Probul, der die Zusammenarbeit nun für besser befindet, als in den vergangenen Jahren.

Auch Bürgermeister Michael Eisenschmid findet lobende Worte und hebt etwa die Kommunikation im Gemeinderat hervor. Viele Projekte seien in Angriff genommen worden. So war kurz vor seinem Amtsantritt die Wasserturbine defekt, was ihm gleich nach seinem Einstand die erste Herausforderung beschert habe. Trotz der Pandemie konnten viele Projekte fertiggestellt werden, wie etwa die Friedhofsmauer und auch die Installation des Glasfasernetzes. Corona hat dennoch auch in Moosach Spuren hinterlassen. So haben sich Eisenschmid zufolge etwa Genehmigungsverfahren länger hingezogen. "Im Großen und Ganzen sind wir aber gut durchgekommen", sagt der Bürgermeister.

Dass man die momentane Situation gut bisher gut gemeistert habe, liege auch an den Bürgern der Gemeinde, so Eisenschmid. Ihnen wolle er dafür ausdrücklich danken. Der neue Rathauschef hat sich auch bemüht, Menschen zu helfen, die durch ihre Branchen in der Existenz bedroht waren. So rührte Eisenschmid immer wieder kräftig die Werbetrommel für Gastronomen am Ort, die Essen zum Mitnehmen angeboten haben.

"Trotz Corona bewegt sich viel bei uns", sagt Eisenschmid der auch auf weitere Projekte verweist, die gut vorankommen. Zum Beispiel der Bau sieben neuer Wohnungen durch die Wohnbaugesellschaft des Landkreises Ebersberg oder der Ausbau von Wegen und Verbindungsstrecken. Auch die Zusammenarbeit im Gemeinderat mache ihm viel Spaß, sagt Eisenschmid. Er sei auch im stetigen Austausch mit seinen beiden Stellvertretern im Amt. "Wir haben versucht alle Projekte umsetzten", sagt der Rathauschef.

Bei kontroversen Themen, wie der Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen in Maria Altenburg sei es ihm wichtig gewesen, mit den handelnden Personen zu sprechen und sich konstruktiv und mit Argumenten auszutauschen, sagt Bürgermeister Eisenschmid: "Davon lebt ja eine Demokratie."

© SZ vom 22.06.2021
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