Auf dem Gelände, das heute der Einrichtungsverbund Steinhöring nutzt, befand sich in der Nazizeit ein sogenanntes Lebensborn-Heim. Mit dieser dunklen Geschichte des Ortes, wo heute Menschen mit Behinderung gefördert und begleitet werden, befasst sich am Samstag, 22. November, von 14.30 bis 16.30 Uhr ein Rundgang und ein Vortrag zum Thema „Lebensborn“.
In Steinhöring betrieb die SS in den Jahren von 1936 bis 1945 das „Haus Hochland“. Es war das erste von zahlreichen Lebensborn-Heimen, dort wurden zumeist ledige Frauen, die dem arischen Bild entsprachen, bei der Geburt ihres Kindes unterstützt und auch im Sinne des Regimes gebildet. Die Historikerin Anna Bräsel wird in ihrem Vortrag sowohl Zielsetzung, Entstehung und Betrieb des Heims erläutern, als auch die Geschichte und die Auswirkungen der Ideologie auf die heutige Zeit beleuchten. Anna Bräsel ist die Autorin der Ausstellung „Der Lebensborn e. V.“ des Kreisjugendrings Ebersberg.
Anmeldung per E-Mail an Ilse Daubmann (i.daubmann@kjf-muenchen.de) vom Einrichtungsverbund. Kurzentschlossene können aber auch am Tag der Veranstaltung dazu kommen. Treffpunkt ist die Mehrzweckhalle in Steinhöring.

