Es war zwar eine überschaubare Menge an Reitern und Gespannen, die sich am zweiten Weihnachtsfeiertag nach Landsham aufgemacht hatten, um sich beim Stefaniritt den kirchlichen Segen zu holen, doch die, die da waren, haben es an diesem strahlend sonnigen Wintertag sicher nicht bereut. Auch ein Ochsengespann schloss sich bei den Runden um die Kirche St. Stephanus an, Tieren und Fahrern erteilten Pfarrer Czeslaw Sajdak und Diakon Michael Ibler ebenfalls den Segen. Organisiert hatte den Stefaniritt der Heimatverein Pliening.

Der Heilige Stephanus gilt als Schutzpatron der Pferde, ihm ist die Landshamer Kirche geweiht. Die Landshamer und die Pferde sind schon lange verbunden. Vor vielen Jahren hat ein Bauer als Dank für die Heilung seines kranken Pferdes eine Pferdefigur aus Wachs gestiftet, das noch heute in der Landshamer Kirche zu sehen ist: das sogenannte „Landshamer Rössl“.
Wer den Stefaniritt verpasst hat, hat bald schon wieder die Gelegenheit, sein Pferd segnen zu lassen. Am 31. Dezember findet die traditionelle Pferdesegnung in Forstinning statt. Beginn ist gegen 13.30 Uhr mit einer Andacht am Maibaum.

