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Sexuelle Belästigung:Frau beißt Angreifer Zunge ab

Auf dem Heimweg vom Volksfest werden Mutter und Tochter von einem Mann angegriffen. Als er versucht, eine von ihnen zu küssen, wehrt sich die Frau - mit den Zähnen.

Nach dem Besuch des Herbstfestes in Erding sind zwei Frauen aus dem Landkreis Ebersberg von einem 23-Jährigen in sexueller Absicht angegriffen worden. Die beiden Frauen konnten den Mann mit vereinten Kräften abwehren und flüchten. Die Polizei fand den verletzten Tatverdächtigen im Krankenhaus und nahm ihn fest.

Die beiden Frauen, Mutter und Tochter, gingen nach dem Volksfestbesuch in der Nacht zum Dienstag, gegen 0.30 Uhr, zu ihrem Wagen auf dem Parkplatz in der Nähe des Kronthaler Weihers. Auf ihrem Weg zum Auto auf Höhe einer Kleingartenanlage bemerkten sie bereits, dass ihnen ein Mann folgte. Sie begannen zu rennen, kamen dabei aber immer weiter in ein weitgehend dunkles Gebiet. Nach Angaben der Polizei waren die Frauen mit der Gegend nicht vertraut. Auf einem Fußweg, der zum Badeparkplatz an der Melkstatt führt, holte der Mann die Frauen ein. Es kam zu einem Gerangel, wobei die 17-jährige Tochter mit ihrer Handtasche auf den Täter einschlug, der ihre Mutter umklammert hielt.

Beim Küssen mit den Zähnen gewehrt

Im weiteren Verlauf riss der Verdächtige die 37-jährige Mutter zu Boden und versuchte sie zu küssen. Daraufhin biss ihm die Mutter ein Stück der Zunge ab. Der Täter ließ dann von ihr ab, Mutter und Tochter konnten flüchten. Sie liefen zu ihrem Auto zurück und verständigten per Notruf die Polizei. Dabei teilten sie auch mit, dass der Angreifer verletzt worden ist.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung durch die Polizeiinspektion Erding, konnte der mutmaßliche Täter im Krankenhaus festgenommen werden. Kurz zuvor hatte ein Rettungswagen einen jungen Mann mit einer schweren Verletzung im Mundbereich in die Notaufnahme des Klinikums Erding eingeliefert. Er war nach der Tat zum Herbstfest zurückgekehrt und dort stark blutend vor einem der Zelte kollabiert. Es handelt sich um einen 23-Jährigen, der seinen Wohnsitz im östlichen Landkreis Erding hat. Die Polizei ließ ihn im Klinikum nicht mehr aus den Augen.

Die Mutter erlitt bei dem Angriff Kratzwunden, ihre Tochter einen Schock, beide mussten sich aber nicht in ärztliche Behandlung begeben. Die Kriminalpolizei Erding hat die Sachbearbeitung übernommen. Noch in der Nacht wurde der Tatort abgesperrt und akribisch abgesucht. Unterstützung kam von der Feuerwehr Erding, die den Platz ausleuchtete. Auf der Wiese befanden sich Blutspuren und der Schuh eines der Opfer. Die Ermittlungen dauern an. Am Dienstag hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragt.

© SZ vom 02.09.2015/tdr/infu
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