Schwarze Zahlen in Pliening Gut aufgestellt

Die Zahlen

Gesamtvolumen: 28,2

Verwaltungshaushalt: 13,9

Vermögenshaushalt: 14,3

Einnahmen Verwaltungshaushalt:

Einkommenssteuer: 5,2

Gewerbesteuer: 3,5

Betriebskostenförderung Kiga: 1,3

Einnahmen Vermögenshaushalt:

Grundstücksverkäufe: 12,2

Größte Ausgaben:

Baumaßnahmen: 10,2

Sonstige Finanzausgaben: 4,3

Sach- und Betriebsaufwand: 3,1

Schulden: 0,5

Rücklagen: 12,0

* alle Zahlen in Millionen Euro

Plienings Bürgermeister Roland Frick (CSU) präsentiert erneut einen Rekordhaushalt

Von Andreas Junkmann, Pliening

Ein altes Sprichwort besagt ja bekanntlich, dass man über Geld besser nicht sprechen sollte. Möglicherweise haben sich die Plieninger Gemeinderäte am Donnerstagabend genau daran erinnert, als sie den Gemeindehaushalt ohne eine einzige Wortmeldung einvernehmlich abgesegnet haben. Zuvor hatte einer aber dann doch etwas über den Finanzstand der Kommune zu sagen: Bürgermeister Roland Frick (CSU), der das Zahlenwerk vorstellte. Und das kann sich - wie für Pliening üblich - auch in diesem Jahr wieder sehen lassen.

Mit einem Gesamtvolumen von mehr als 28 Millionen Euro legte die Gemeinde aus dem nördlichen Landkreis im vierten Jahr in Folge einen Rekordhaushalt vor. Neben dem Haushalt für 2019 sei auch die Finanzplanung der Jahre 2020, 2021 und 2022 ausgeglichen, so Frick. In dieser Zeit werde dem Bürgermeister zufolge auch die Mindestzuführung an den Vermögenshaushalt stets erreicht. Erfreulich aus Plieninger Sicht ist in diesem Jahr ein Blick auf die Rücklagen. Nachdem es hier wegen größerer Investitionen im vergangenen Jahr eine kleine Delle gegeben hatte, steigt das Polster aufgrund einer Zuführung durch den Verkauf von Grundstücken im Baugebiet Landsham Süd zum Jahresende auf fast zwölf Millionen Euro. Bis 2022 sollen sich die Rücklagen laut Finanzplan wegen anstehender Baumaßnahmen bei knapp acht Millionen Euro einpendeln. "Das ist doch ganz gut", so Fricks Kommentar.

Im Haushalt für 2019 mit eingearbeitet ist auch das Personalkonzept für die kommenden Jahre, das der Gemeinderat bereits im vergangenen November beschlossen hatte. Demnach sollen im Bereich der Hauptverwaltung und im Technischen Bauamt neue Stellen geschaffen werden. Das wirkt sich natürlich auf die kalkulierten Personalkosten aus, die in diesem Jahr auf voraussichtlich 2,5 Millionen Euro steigen sollen und damit mit etwa 450 Euro pro Einwohner etwas über dem bayernweiten Schnitt vergleichbarer Kommunen liegen. Eine Aufstockung in diesem Bereich sei laut Bürgermeister Frick aber notwendig gewesen. "Wir brauchen dringend Verstärkung. Die Belastung in der Verwaltung ist teilweise schon an der Grenze."

Im Gegensatz zu den Personalkosten ist die Pro-Kopf-Verschuldung der Kommune auch in diesem Jahr deutlich niedriger als in Gesamtbayern und auch auf Landkreisebene. Diese soll 2019 weiter sinken, auf dann etwa 90 Euro. Zum Vergleich: Bayernweit liegt die Verschuldung bei 955 Euro pro Einwohner, im Kreis Ebersberg bei 527 Euro. "Da geht die Spanne schon ganz schön auseinander, und ich bin heilfroh drum", so Frick. Laut Finanzplan soll es in Pliening sogar noch weiter nach unten gehen. Für 2022 ist eine Pro-Kopf-Verschuldung von nurmehr 63 Euro angepeilt.

Die größten Einnahmequellen der Gemeinde werden auch in diesem Jahr die Einkommenssteuer mit 5,2 Millionen und die Gewerbesteuer mit 3,5 Millionen Euro sein. Wie Bürgermeister Frick sagte, sei eine Erhöhung der Hebesätze in nächster Zeit deshalb nicht geplant. Auch eine Kreditaufnahme für die in 2019 geplanten Investitionen ist dem Rathauschef zufolge nicht notwendig. Trotz der guten Zahlen plädierte Roland Frick für eine weiterhin wirtschaftliche und sparsame Haushaltsführung in den nächsten Jahren. "Aber das sollte ja selbstverständlich sein."